Wednesday, 12. october 2011 3 12 /10 /Okt. /2011 13:49

 

Robin Gates, geboren 1967, ist ein Autor, der sich in der Tradition des klassischen mündlichen Geschichtenerzählers übt. Er veröffentlichte Essyas zu verschiedenen mythologischen Themen in Zeitschriften wie AHA.  Die Runlandsaga ist nach Der Harfner und der Geschichtenerzähler sein zweites Werk, dessen Handlung in der von ihm geschaffenen Welt Runland spielt.  Robin Gates beschäftigt sich mit Mythen und Sagen der verschiedensten Völker, um sich davon für seine Erzählungen inspirieren zu lassen. Er lebt in der Nähe von Hannover.

 

Die Runlandsaga ist im otherworld Verlag erschienen.

 

Das Äussere:


Ich habe das Buch im Taschenbuchformat erhalten. Eine Karte von Runland ist am Anfang des Buches und ein Personenregister am Ende des Buches enthalten. Der Roman hat 426 Seiten. Analog zu Band 1 ist die Seitenqualität, der Titel über jeder Seite und die enge Schriftsetzung, die vor allem aus englischen Büchern geläufig ist.

Der Hintergrund des Umschlagbildes ist braun und die Mitte zeigt ein Spiegel oder Amulett mit vier Drachen welche das Bild einer von Blitzen um zuckten  Felsformation umranken. Für mich ein sehr ansprechendes Cover und fast gleich wie beim ersten Band.

 

Handlung in Kürze:


Der Hintergrund zur Welt findet ihr bereits in der Rezi zu Band 1. Ich wiederhole mich deshalb hier nicht.

Im Reich der Serephin bereitet man sich zum Sturm auf Runland vor. Ranàr hat seinem  Volk einen Weg gebahnt, und die Welt der Menschen brennt.

Andostaan, die Küstenstadt im Nordwesten Runalnds, wird als Erstes von den Drachen heimgesucht. Alle Hoffnung der Menschheit ruht auf dem jungen Enris und dem Elfen Arcad.  Nur wenn es den beiden gelingt den Bewohnern von Andostaan begreiflich zu machen in welcher Gefahr die Menschheit schwebt, besteht ein leiser Funke Hoffnung dass nicht die gesamte Menschheit ausgelöscht wird. Wie zu erwarten war, ist das der Knackpunkt des ganzen. Einige wenige glauben Ihnen zwar doch es ist das erklärte Ziel so viele wie möglich aus Andostaan herauszubringen.  Doch noch während der Ratsversammlung bei der Enris und Arcad die Dringlichkeit des Exodus beteuern, erreichen die Serephin  Runland und Andostaan und seine Bewohner gehen in Flammen auf. Nur einigen wenigen gelingt die Flucht. Auch die Wolfsfrau die ende des ersten Bandes auftaucht, hat so einiges an Abenteuer zu bestehen und trifft am Ende des Buchs endlich bei Enris ein.

 

Meinung:

 

Wie schon beim ersten Band haben es die Legenden in sich. Es ist für mich kein Buch das man beim zugfahren so nebenher liest. Diesmal war das Fehlen von Spannung für mich jedoch sehr anstrengend und ich musste mir Mühe geben das Buch zu Ende zu lesen.  Fasziniert hat mich jedoch erneut der blumige Sprach- und Schreibstil von Gates. Es ist als ob man eine Geschichte mündlich erzählt bekommt.

 

Fazit:  


Nach dem gelungen Auftakt habe ich mehr vom zweiten Band erwartet. Die Geschichten auf Runland werde ich wohl nicht weiterverfolgen. Es ist Gates nicht gelungen mich zu fesseln. Nach dem ersten Band hatte ich nun Spannung und eine raschere Weiterentwicklung der Geschichte erwartet. Er hat sich jedoch wie im ersten Band lange mit den Schilderungen der Legenden aufgehalten. Mir persönlich war das zu viel.  Aber auch hier;  wer Wert auf eine ausgefeilte Welt und tiefgründige Charaktere legt und einer Geschichte Zeit und Raum zur Entwicklung geben kann, wird das Buch trotzdem mögen.

 

Màirèad

 

Bewertung: 5 von 10 Serephine

von Anomandaris
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Monday, 5. september 2011 1 05 /09 /Sept. /2011 18:47

Die nächste Rezi geht live. Hiermit möchte ich auch unsere neue Rezensentin Claudia begrüssen :) Vielen Dank!

 

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Das Äussere

Obwohl es sich um einen dicken Wälzer handelt, hat dies mich nicht daran gehindert, Abend für Abend in die Welt von Amyrantha abzutauchen. Die Geschichte lässt sich schnell lesen: grosse Schrift, einfach und übersichtlich geschrieben, keine komplizierten und allzu verstrickten Zusammenhänge.

Im Buchumschlag sind vorne und hinten je eine Karte zu finden von Amyrantha Ost und West. Diese Karten geben zwar Aufschluss darüber, welche Ländereien auf dieser Welt überhaupt vorkommen und wo sie ungefähr liegen. Die Karten sind aber leider sehr unübersichtlich, die einzelnen Ortschaften nahezu unleserlich – so gut wie nicht zu gebrauchen. Auch wäre es vor allem zu Beginn der Geschichte noch praktisch gewesen, wenn es im Buch ein Personenverzeichnis gegeben hätte, oder eine Art Verzeichnis der Götter. Aber da die Geschichte nicht allzu kompliziert geschrieben ist, kommt man am Ende auch ohne entsprechende Verzeichnisse zurecht (wäre einfach ein schöner Zusatz gewesen).

 

Handlung in Kürze

Während Hunderten von Jahren herrschten mythische Götterfürsten über Amyrantha – doch ihre magischen Kräfte sind an den Gezeitenstern gebunden, was dazu führte, dass sie seit Eintreten der kosmischen Ebbe nach und nach von der Bildfläche verschwunden sind. In der Zeit, in der die Geschichte beginnt, sind die Fürsten schon längst in Vergessenheit geraten und existieren nur noch in den Mythen und Legenden der Sklavenvölker oder tauchen als symbolische Figuren auf Tarot-Karten auf.

Als die Hinrichtung von einem zum Tode Verurteilten nicht klappen will, überschlagen sich Gerüchte und Spekulationen: der Verurteilte behauptet, Cayal, ein unsterblicher Prinz zu sein, man könne ihn nicht umbringen. Handelt es sich um einen Spinner? um einen Spion aus dem Nachbarland?

Arkady Desean, Herzogin und Historikerin, wird beauftragt, den Verurteilten in seinem Verliess aufzusuchen und als Hochstapler zu entlarven sowie herauszufinden, was hier gespielt wird. Bei ihren regelmässigen Besuchen hört sie sich die unglaublichen Geschichten aus dem angeblich unsterblichen Leben des Gefangenen an – Cayal und seine Geschichten ziehen sie gegen ihren Willen mehr und mehr in ihren Bann. Der Gefangene fasziniert und ängstigt sie gleichzeitig – was, wenn irgendwas an seiner Geschichte wahr sein sollte? Wider ihrer Erwartungen verstrickt er sich in seinen Erzählungen nicht in Ungereimtheiten und hat für jedes noch so wirre Rätsel aus den Legenden eine plausible Erklärung... reagieren die Crasii ihm gegenüber nicht irgendwie eigenartig oder bildet sich Arkady dies nur ein? sollte ihrer Welt tatsächlich die Auferstehung der grausamen Götterfürsten aus den Legenden bevorstehen? und würde das genau bedeuten?

 

Eindrücke/Meinung

Zu Beginn zieht sich die Geschichte ein bisschen in die Länge. Es wird viel Zeit dafür aufgewendet, Arkadys Leben als Herzogin zu beschreiben und in welcher Beziehung sie mit den einzelnen wichtigen Figuren steht. Da ist zum einen ihr Mann, Herzog Stellan, der Arkady – die ursprünglich aus der Unterschicht stammt – durch die Heirat erst den Zutritt zur höheren Gesellschaftsschicht ermöglicht hat. Obwohl so etwas sehr unglaublich erscheint, erfährt man doch später, dass der Herzog triftige Beweggründe für einen solchen Schritt hatte: seine Frau hilft ihm im Gegenzug nämlich, ein dunkles Geheimnis zu hüten. Aber Arkady schafft es nicht nur, den Herzog für sich zu gewinnen – auch der erste Spion des Königs scheint sein Interesse an ihr zu haben. Selbst der mysteriöse Jaxin scheint insgeheim ein Auge auf sie geworfen zu haben, auf jeden Fall fasziniert sie ihn. Aber hiermit nicht genug: sogar der König ist ein grosser Verehrer der Herzogin und bewundert sie über alle Massen. Als dann am Schluss auch noch der vermeintliche Gezeitenfürst Cayal von der Herzogin in den Bann gezogen wird, war das dann fast ein wenig zu viel des Guten. Irgendwie ist so viel Anziehungskraft der Hauptdarstellerin auf nahezu alle wichtigen männlichen Figuren im Buch dann doch ein wenig unglaubwürdig – schliesslich ist sie ja keine Göttin oder Zauberin! (oder doch?).

Trotzdem kann das Buch mit einigen interessanten und unerwarteten Überraschungen aufwarten. Welche Rolle spielen Shalimar und seine Helfer? Wird die Bruderschaft der Rebellen fähig sein, etwas gegen die Machenschaften der übermächtigen Götter zu unternehmen und ihre Pläne zu durchkreuzen? Welche Pläne haben die einzelnen Götterfürsten überhaupt und welche Intrigen hecken sie gegeneinander aus?

Interessant sind auch die Sklavenvölker der Crasii und der Feliden, die aus Mischwesen bestehen und im Zusammenhang mit den Gezeitenfürsten eine wichtige Rolle zu spielen scheinen. Eigentlich sind am Schluss des Buches die wichtigsten Bausteine gelegt, um mit einer spannenden Geschichte zu beginnen. Zu wünschen ist, dass im weiteren Verlauf der Geschichte gewisse Figuren (Shalimar, Rebellen der Bruderschaft etc.) noch weiter ausgebaut werden und ein eigenes Gesicht und Persönlichkeiten entwickeln.

Obwohl es wenig glaubhaft wäre, dass zu guter Letzt selbst Cayal Arkadys Charme erliegt (Mit 8'000 Jahren Lebenserfahrung und bekannt als Verführer sollte es nicht so einfach sein, ihn um den Finger zu wickeln; vor allem weil auch mehrfach betont wird, dass er schon jegliche erdenkbare Situation in seinem Leben erlebt hat und ihn nichts mehr überraschen könne), ist man sich am Schluss des Buches doch nicht mehr so ganz sicher, was nun genau Cayals Absichten und Pläne bezüglich Arkady sind. Vielleicht spielt er ja nur ein Katz und Maus Spiel? oder versucht sie zu manipulieren und für seine Pläne einzusetzen?

Auf alle Fälle könnten die Weichen für eine spannende Geschichte nun eigentlich gestellt sein. Nur schade, dass ein ganzer dicker Buch-Band nötig war, um diese Ausganglage zu erreichen. Obwohl eher skeptisch, bin ich doch ein wenig neugierig, wie es im zweiten Buch weitergehen wird, wer wen manipulieren wird und welche geheimen Verstrickungen, Doppelleben und Intrigen sich im Verlaufe der weiteren Geschichte vielleicht noch offenbaren werden...

 

Bewertung: 5 von 10 Punkten

 

Claudia

 

von Anomandaris
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Thursday, 4. august 2011 4 04 /08 /Aug. /2011 13:32

Wie bereits erwähnt hat unser Blog nun ja auch seine ersten Rezis zu Rollenspielen in der Schlaufe.

 

Aborea, das neue Einsteiger-RPG vom 13Mann Verlag, habe ich mir mal unter den Nagel gerissen. Leider bin ich noch nicht ganz soweit, eine fertige Rezension präsentieren zu können, aber einen ersten Eindruck wollte ich hier schon mal kund tun (dies war eigentlich eine Äusserung von mir in einem Thread zu Aborea drüben im grossen Tanelorn Forum, einem der grössten deutschen Rollenspiel-Foren). Also, ohne weitere Umschweife, hier der erste Eindruck:

 

Ich bin wirklich überrascht vom Umfang des Produkts! Für 19.95 Euro bekommt man hier wirklich eine Menge geboten. Hut ab, 13Mann! Die zwei Karten zum einen (auf grossem Format und erst noch wasserfest gemacht durch eine Art Schutzüberzug), dann noch 2d10 und zwei Hefte, eines für den SL und eines für die Spieler. Schade, dass der Umschlag der beiden Hefte nicht etwas stabiler gemacht werden konnte, aber ansonsten gibts wirklich nichts auszusetzen. Alles auch in Farbe!
Die Welten (bzw. Kontinent) Karte ist wirklich erste Sahne...gefällt mir sehr gut, und ich bin da recht heikel Wink

Das System ist wirklich einfach und doch elegant. Somit kann ich diese Box auch wirklich als Einsteigerrollenspiel verstehen und empfehlen.

Fazit: Ein gelungener Wurf bisher (und ich denke nicht, dass sich das noch stark ins Negative verschieben kann). Es ist schön, dass die deutsche Rollenspielszene so etwas herausbringt. Hoffentlich erzielt es auch seinen Zweck und führt einige Neulinge in unser schönes Hobby.

Die ganzen kostenlosen Abenteuer auf der verlagseigenen Seite sind natürlich noch das Sahnehäubchen. Gerade für neue Spielleiter ist es doch hilfreich auch mal auf ein schon fertiges Abenteuer zurückgreifen zu können.

 

Wer also ein kompaktes, einsteigerfreundliches RPG sucht, sollte zugreifen. Wenn man keinen ortsansässigen Rollenspielladen hat, kann man das Spiel auch problemlos über die Seiten des Verlags selber oder über Amazon.de kaufen.

Eine Rezension folgt sobald mir das RL wieder etwas Zeit zugesteht.

 

Anomandaris

von Anomandaris
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Tuesday, 28. june 2011 2 28 /06 /Juni /2011 14:44

Wie versprochen hier die erste Rezi im Jahre 2011 ;)

 

Vielen Dank an unsere neue Rezensentin!

 

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Der Autor:

Über den Werdegang des Autors wird nicht viel verraten. Paul Hoffman hat Anglistik studiert sich und danach in zwanzig verschiedenen Berufen versucht. Der erste Roman hiess „Wisdom of Crocodiles“ und wurde verfilmt. „Die linke Hand Gottes“ ist der erste Teil einer Trilogie, von der im 2010 der erste Teil erschienen ist.

 

Das Buch:

Der Einband des Buches ist schlicht gehalten. Das farbliche Spektrum bewegt sich von silbern über dunkelblau zu schwarz. Unter dem Titelschriftzug sieht man einen in einen langen Mantel verhüllten Mann. Erinnert an das Cover von „Die Novizin“ von Trudi Canavan. Das Gesicht ist im Detail nicht erkennbar. Er hält ein Schwert ist einer rechten Hand.

Der erste Teil der Geschichte wird auf 478 Seiten erzählt. Die Schrift ist ausreichend gross und die Abstände zwischen den Zeilen machen das Lesen leichter. Die Kapitel sind nummeriert und ohne Titel. Ein Glossar oder Personenverzeichnis fehlt. Meines Erachtens ist die Anzahl der Akteure dieser Geschichte überschaubar, ein Personenverzeichnis ist daher auch nicht unbedingt notwendig.

Die Übersetzung aus dem Englischen stammt von Reinhard Tiffert und ist sehr gelungen.

 

Die Geschichte:

Thomas Cale ist einer von vielen Novizen im heiligen Kloster des Erlöserordens und steht unter dem besonderen Augenmerk des Kriegsmeisters Bosco. Schnell wird klar, dass die vielen Jungen dort kein leichtes Leben haben. Sie werden für einen Krieg gegen die Ungläubigen im Kampf ausgebildet. Es erwarten sie drakonische Strafen für jeglichen kleinsten Ungehorsam, mageres Essen und wenig Schlaf. Das Leben der Kinder und Jugendlichen ist hart, trostlos und völlig abgeschottet von der Aussenwelt. Fluchtversuche werden mit grausamer öffentlicher Hinrichtung bestraft. Es herrscht ein Klima des gegenseitigen Misstrauens, der Angst und Entbehrung.

Der Lauf der Geschichte beginnt, als die beiden Klosterschüler Vague Henri und Kleist Cale dazu überreden, mit ihnen eine im Gemäuer verschlossene Tür zu knacken. Hinter der Tür und vielen verschlungenen Gängen stossen sie auf die Vorratskammern der Mönche, welche mit den besten und vielfältigsten Speisen gefüllt sind.

Der Streich der Jungen bleibt nicht unentdeckt. Bosco schickt Cale zum Foltermönch Picarbo, damit er seine gerechte Strafe entgegennimmt. Als Cale dort ankommt, bietet sich ihm ein Bild des Schreckens. Picarbo seziert ein junges Mädchen bei lebendigem Leibe. Ein zweites Mädchen liegt festgebunden auf einem Tisch und wartet auf das gleiche Schicksal. Cale kann das Ausmass der Grausamkeit Picarbos nicht fassen und tötet ihn. Er lässt ein paar Gegenstände aus Picarbos Folterkammer mitgehen und befreit Riba. Zusammen mit Riba und seinen beiden Freunden fliehen die vier erfolgreich von der Klosterburg.

Unterwegs stossen Sie auf ein Feld voller Leichen. Während sie noch überlegen, ob sie den einzigen noch Überlebenden und bis zum Hals im Sand vergrabenen Mann ausbuddeln sollen, werden sie von Soldaten der Stadt Memphis überrascht und gefangen genommen. Der Überlebende ist kein geringerer als Kanzler Vipond, der zweithöchste Mann in Memphis. Kanzler Vipond und dessen Bruder IrisPukke haben die vier zu verdanken, in Memphis nicht hingerichtet worden zu sein. Denn zunächst werden sie des Überfalls auf Kanzler Vipond und dessen Männer beschuldigt. Nach dem das Missverständnis geklärt wurde, werden die vier aus dem Gefängnis entlassen. Kanzler Vipond und der Marschall der Materazzi wollen nun herausfinden, welche kriegerischen Ziele und Pläne die Erlösermönche verfolgen.

Riba wird als Kammerdienerin in Dienste genommen und Henri, Kleist und Cale dürfen eine kriegerische Ausbildung unter den Jugendlichen der elitären Materazzi geniessen. Die Standesunterschiede und die Respektlosigkeit gegenüber den drei Neulingen führen schnell dazu, dass Cale und seine Freunde von den anderen geärgert werden. Als die Situation eskaliert und Cale seinen Hauptrivalen Conn kämpferisch aufs Übelste demütigt, wird zum ersten Mal klar, dass in Cale besondere Fähigkeiten stecken.

Es stellt sich heraus, dass Cale aufgrund einer Kopfverletzung die besondere Fähigkeit erlangt hat, alle Bewegungen eines Gegners im Kampf vorherzusehen. Es macht ihn dadurch zu einem fast nicht bezwingbaren Kämpfer. Bosco hat sich das besondere Talent Cales zunutze machen wollen und hat ihm daher eine spezielle Ausbildung zukommen lassen. Auch liess er ihn strategische Schlachtpläne ausarbeiten. Kleist ist hervorragend im Umgang mit Speer und Bogen und Henris Talente liegen im Beschaffen von Proviant, Kartographieren und Spionieren.

Bosco findet heraus, wo sich die drei Jungen befinden. Er lässt Arbell, die Tochter des Materazzi Marschals, entführen. Sinn und Zweck der Entführung ist jedoch in erster Linie, die Ausrüstung und die Waffen der Materazzi kennen zu lernen und deren Schwachstellen zu erforschen. Cale gelingt es, die Entführte wieder zu befreien. Er steigt zum persönlichen Leibwächter der Schönen auf, und sie verlieben sich in einander.

Mit den aus der Entführungsaktion gewonnenen Erkenntnissen zettelt Bosco einen Krieg gegen die Materazzi an. Cale erkennt, dass Bosco seinen (Cales) Plan und Strategie anwendet. Er berät daher die Materazzi und sagt die einzelnen strategischen Züge Boscos voraus. Obwohl die Erlösermönche zahlenmässig den Materazzi weitaus unterlegen waren und die Materazzi sogar die Kriegsstrategie der Erlösermönche gekannt haben, gehen die Mönche als Sieger der Schlacht hervor.  Die Ehre und der Ehrgeiz der Materazzi-Elite in Ruhm an der vordersten Stelle kämpfen zu wollen, führte zu einem heillosen Chaos und gegenseitiger Behinderung an vorderster Front.

Cale und seine Freunde werden von Bosco gefangen genommen. Zum Schluss wird Cale auch noch Zeuge von Arbells Verrat. Bosco lässt ihn nämlich aus einem Versteck heraus beobachten, wie Arbell sich mit Bosco auf einen Handel einlässt und ihn verrät. (Fortsetzung folgt…)

 

Fazit:

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Der Beginn der Geschichte lässt Vieles erwarten, was gegen den Schluss hin ein wenig nachlässt. Alles in allem jedoch recht lesenswert.

Die Hauptfigur weiss stets das Richtige zu tun und ist immer Herr der Lage. Spontan und automatisch trifft Cale die richtigen Entscheidungen - bis auf den Schluss, als er von Boscos Männern gefangen genommen wird.

Die Geschichte ist frei von Magie: keine Zaubersprüche, keine übernatürlichen Fähigkeiten.

Die geographische und zeitliche Einordnung des Geschehens ist unklar. Es werden zum einen Städte wie Memphis erwähnt, zum anderen Orte, die in der Realität kein Äquivalent besitzen. Öfters kommt die „Ostfront“ als Austragungsort des Krieges der Erlösermönche gegen die Ungläubigen vor. Das irritiert, denn man kommt auf die Idee, an den 2. Weltkrieg und den Genozid zu denken.

Die Absichten der Erlösermönche, der Krieg gegen die Ungläubigen, sind m.E. ein wenig platt. Es wird einfach in den Raum gestellt, ohne näheren Sinn und Zweck. Es gibt keine Erklärung für die Rekrutierung der unzähligen kleinen Kinder, die in den Orden kommen, um zu Kriegern ausgebildet zu werden. Woher stammen sie? Wer sind diese Kinder, und wer bringt sie?

Der Autor hat einen Hang zum Grausamen. Er beschreibt für meinen Geschmack zu oft und ausführlich, die grausame Behandlung und Folter der Klosterschüler. So detailliert will man es gar nicht wissen.

Der Schluss zieht sich in die Länge. Die strategischen Fehler der Materazzi und wie sie die Schlacht gegen die Mönche verlieren, ist voraussehbar. Mit beinahe 100 Seiten Kriegsführung hatte ich Mühe, bei der Stange zu bleiben.

Der Schluss, Cales Gefangennahme und Arbells Verrat, schreien nach einer Fortsetzung. Man ahnt, dass in Cale etwas zerstört worden ist und er sich im zweiten Teil der Geschichte vermutlich verändert zeigen wird.

 

Bewertung: 7 von 10 Mönchen

 

Gutemine

von Anomandaris
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Tuesday, 28. june 2011 2 28 /06 /Juni /2011 14:33

Lang lang ists her.

Aber wir sind noch da ;)

 

Das Privatleben hat zu uns allen aufgeschlossen. Die Geburt zweier Kinder (Màirèad und Fisher sind, unabhängig voneinander, Eltern geworden) und der Abschluss eines Studiums (mit Aufnahme eines Nachdiplom-Studienganges) haben dazu geführt, dass wir nicht mehr soviel Zeit ins Lesen investieren konnten, wie wir gerne wollten.

 

Jetzt werden aber wieder Rezensionen folgen. Vielleicht etwas weiter auseinander als zu Beginn des Blogs, aber ich hoffe, dass wir euch wieder einen regelmässigen Fluss von Rezis bieten können.

Wir haben auch unser Spektrum erweitert (es war eigentlich schon immer geplant, mehr als nur Romane zu rezensieren, aber jetzt haben wir auch erste Erfolge erzielen können)! Bald wird man hier auch erste Rezis zu Rollenspielmaterial lesen könnnen. Chaosium und der 13Mann Verlag haben uns freundlicherweise Rezensionsmaterial zur Verfügung gestellt. Unseren Dank an dieser Stelle!

 

Die erste neue Rezi folgt sogleich auf diesen Eintrag.

 

Ich hoffe ihr bleibt uns gewogen, liebe Leser.

 

Grüsse

SF&F Team

von Anomandaris
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Wednesday, 27. january 2010 3 27 /01 /Jan. /2010 18:19
Und die nächste Rezi geht in den Äther 
Vielen Dank an Màirèad fürs Rezensieren. Scheint aber leider nicht so ihren Geschmack getroffen zu haben. Lest selbst...

Anomandaris

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Bernd Rümmelein wurde 1966 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Rechts- und Betriebswissenschaft ist er heute als Geschäftsführer und Senior Consultant in einer der weltweit grössten Unternehmensberatungen tätig. Bereits während seiner Schulzeit schrieb er Kurzgeschichten. Gedichte und Filmkritiken. Mit „Des Kriegers Herz“ landete er  2008  auf Platz 3 des deutschen Phantastik-Preises in der Kategorie „ Beste deutschsprachige Kurzgeschichte“. Für Band I des Fantasy-Epos Kryson wurde ihm 2009 der mit 10‘000 Euro dotierte Wolfang-Holbein-Preis verliehen. Bernd Rümmelein lebt mit seiner Familie in der Nähe von Tübingen.

Das Äussere:

Ich habe das Buch im Taschenbuchformat erhalten. Eine Karte vom Kontinent Ell ist am Anfang des Buches und eine Legende ist am Ende des Buches enthalten. Der Roman hat 559 Seiten. Der Hintergrund des Umschlagbildes ist düster gehalten. Auch die Gestalt die in wallende grau-schwarze Gewänder gehüllt ist und einen grossen Stab in der Hand hält, steht mit dem Rücken zum Bild. Das Cover finde ich sehr gelungen.
Das Buch ist im Otherworld Verlag erschienen.

Handlung in Kürze:

Es herrscht Krieg auf Kyrson. Die Rachuren welche bestialische Chimären züchten, überziehen den Kontinent Ell seit vielen Jahren unerbittlich mit Blut und Schrecken. Bis zu den Kernlanden des  Volkes der Nno-bei im Norden sind sie vorgedrungen. Ihre Motive bleiben im Dunklen. Auf den Rat des Sajkalsan Sapius, einem Magier,  besinnen sich die untereinander zerstrittenen sieben Fürstenhäuser der Nno-bei –Klan in ihrer  äussersten Not auf den uralten, traditionsreichen Orden der Bewahrer. Unter dem Befehl des Bewahrers Lordmaster Madhrab formiert sich das Verteidigungsheer der Klan und zieht am Rahyin-Fluss in die entscheidende Schlacht gegen die Rachuren. Doch Sapius verfolgt eigene Ziele. Das Schicksal der Klan interessiert ihn nicht. Die gottgleichen Wesen, der weiße Schäfer und der dunkle Hirte, welche das Gleichgewicht bilden, liegen in einem tiefen Schlaf. Doch die Anzeichen, dass der dunkle Hirte erwacht sind unverkennbar. Schreckliche Katastrophen brechen über die Klan herein.  Lediglich Sapius erkennt die Zeichen. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, benötigt er die Hilfe eines mächtigen Zauberers, des Bluttrinkers Quaddalkar. Dabei braucht er die Hilfe von Madhrab. Dieser muss als Anführer des grössten Heeres der Nno-bei-Klan jedoch erst die Entscheidungsschlacht gegen die Rachuren schlagen und auch überleben. Er muss dabei gegen den Anführer der Rachuren, Grimmgour der Schänder antreten.  Sapius verrät seine Prinzipien sich nicht in die Geschehnisse auf Kryson einzumischen und schlägt sich auf die Seite von Madhrab , um dessen Armee Vorteile zu verschaffen. Bald wird jedoch klar, dass die Schlacht nur über einen Zweikampf der beiden Anführer entschieden werden kann.

Meinung:

Für mich findet sich in der Welt Kryson nichts Neues. Ich hatte Mühe dieses Buch zu Ende zu lesen. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar woran das lag. Die Geschichte ist eigentlich gut aufgezogen. Sie schweift jedoch öfters ab um Informationen über die einzelnen Völker, Orden etc. zu liefern. Diese Ausflüge haben den Lesefluss für mich massiv behindert und waren nicht immer an den richtigen Stellen eingefügt. Für mich waren auch die detaillierten Schilderungen der Schandtaten von Grimmgour nicht unbedingt nötig. Mangelnde Detailtreue kann man dem Autor jedoch auf jeden Fall nicht vorwerfen. Wem solche Sachen gefallen, wird hier seine Freude haben.
Für mich war die Figur des Madhrab zu Heldenhaft. Sein „Können“ war störend im Vergleich zum Rest der Geschichte. Ich fand es schade, dass er zu einer Art Kriegsmaschine wurde, die praktisch unschlagbar ist und im Alleingang ein feindliches Heer erledigt.  Für mich hat hier die Realität zu stark gelitten auch wenn es sich um ein Fantasy-Buch handelt. Auch empfand ich den Ablauf der Entscheidungsschlacht zu fantastisch und zu weit weg von der Realität. Wer jedoch auf Überhelden steht, kommt hier ganz auf seine Kosten. Die Sprache des Autors hat mir jedoch gefallen. Man merkt, dass es sich um die Originalsprache und nicht um eine Übersetzung handelt.

Fazit:

Sprachlich sehr gut geschrieben, inhaltlich nichts für mich. Zuviel Heldentum und zu wenig Realismus auch für ein Fantasybuch. Eine Geschichte dessen weiteren Verlauf ich nicht folgen werde.
 
Anmerkung:  Vielleicht ein Buch dass die weibliche Leserschaft eher nicht anspricht. Ich könnte mir vorstellen, dass männliche Leser eher zu begeistern sind. Könnte aber auch an meinem Hormonhaushalt liegen (8. Schwangerschafts-Monat).

Bewertung: 4 von 10 Punkten

Màirèad
von Anomandaris
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Sunday, 17. january 2010 7 17 /01 /Jan. /2010 21:42

Die nächste Rezi kommt wieder einmal aus der Feder von Fisher. Vielen Dank dafür.

 

Cheers

Anomandaris

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Der Name Aileen P. Roberts ist das Pseudonym der Schriftstellering Claudia Lössl. Über ihren Mann zum Schreiben gekommen, hat sie bereits mehrere Romane im Eigenverlag vertrieben. Sie unterhält eine Homepage, die hier gefunden werden kann. Ihre Reihe Thondras Kinder, von der mittlerweile zwei Bände vorliegen, wird beim Goldmann Verlag publiziert.


Das Äussere:


Das Buch ist mit 608 Seiten relativ dick, doch sehr gut verarbeitet. Die Seiten sind angenehm zum blättern und die Schrift für ein bequemes Lesen genau richtig. Die Karte zu Beginn des Buches ist meiner Ansicht nach zu spärlich ausgefallen. Sie reicht aus, um die Orte, die in der Geschichte vorkommen, zu finden, doch in Stil und Originalität fehlt ihr das gewisse Etwas. Am Ende gibt es zwar eine Zeittafel, doch könnte sie für meinen Geschmack noch detaillierter ausfallen. Auch ein Namensverzeichnis wäre, wie immer, nett gewesen.


 

Die Handlung:


Ariac, ein junger Jäger an der Schwelle zum Mann und Sohn des Häuptlings der Arrowann, wird abrupt seinem gewohnten Umfeld herausgerissen. Die Sucher, die alljährlich von der Insel Camasaan ausgesandt werden, um in allen Königreichen der Menschen nach den Reinkarnationen der Sieben Kinder des Kriegsgottes Thondras zu suchen, sehen in ihm einen möglichen Kandidaten. Sein Geschick mit dem Schwert ist, ohne jemals Training erhalten zu haben, aussergewöhnlich, gelten die Sieben doch als die besten Krieger aller Reiche. Vor mehr als 5000 Jahren hat ihnen der Kriegsgott besondere Kräfte übertragen, so dass sie der Menschheit im Kampf gegen das Böse beistehen können. Seitdem sind sie mehrere Male wiedergeboren worden, doch die letzten vier Zyklen der Sieben endeten stets mit einer Niederlage, die durch Verrat aus den eigenen Reihen herbeigeführt wurde.  Seit mehr als 1000 Jahren sind sie nicht wieder unter den Menschen gewandelt.


Brogan, ein Zauberer von der Magierinsel Camasaan und Leiter der diesjährigen Suche, ist daher von dem Geschick des jungen Arrowann sehr überrascht und in ihm keimt die Hoffnung, endlich einen der Sieben gefunden zu haben. Doch endgültig kann dies erst im 17. Lebensjahr des Jungen geklärt werden. So bleibt Ariac keine andere Wahl, als den Zauberer zu begleiten, denn auch bei dem Steppenvolk gilt, dass dem Ruf der Magier gefolgt werden muss.

 

Auf ihrer weiteren, durch den harten Winter sehr beschwerlichen Reise, treffen sie in einem kleinen, abgelegenen Dorf auf die kleine Rijana. Auch sie, die ungeliebte Tochter von einfachen Bauern, zeigt ein ungewöhnliches Geschick mit dem Schwert und wird von Brogan mitgenommen. Die beiden Aussenseiter - Ariac gilt aufgrund seiner Herkunft als unzivilisiert und roh, während Rijana ihres Alters und der schlechten Behandlung durch ihre Eltern wegens sehr scheu und ängstlich ist – freunden sich auf der weiteren Reise an.

Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen, denn die brutalen Krieger des Königs Scurr, von dem erzählt wird, er sei die Inkarnation des Bösen, überfallen das Lager, töten die Wachen und nehmen die Kinder gefangen. Nur Rijana bleibt durch Ariacs Hilfe unentdeckt und ihre Wege trennen sich. Während Rijana mit Brogan nach Süden auf die Magierinsel reist und dort ein behütetes Leben hat, wird Ariac nach Ursann geschleppt. Dort wird den Kindern mit extren harten Methoden bedingungslose Treue für Scurr antrainiert. Jahre vergehen, Rijana wird älter und vergisst immer mehr den Jungen aus der Steppe, hat sie in Camasaan doch neue Freunde gefunden: Rudrinn, ein Piratenjunge, Falkann, Sohn des Königs von Catharga, Broderick, Tovion und die schöne Saliah. Ariac hingegen hat Jahre der Misshandlung hinter sich und nur die Erinnerung an Rijana hat ihn vor dem Fall in die Dunkelheit bewahrt. Als sich bei seinem 17. Geburtstag herausstellt, dass er einer der Sieben ist, entwickelt Scurr einen perfiden Plan, die Treue des jungen Mannes zu gewinnen. Ariac wird erzählt, dass sein Stamm von den Truppen des Königs von Balmacann vernichten worden sei. Ariac glaubt schlussendlich den Lügen Scurrs und kennt ab dann nur noch eines: Rache.

Auch bei Rijana haben sich mittlerweile mehrere der Sieben zu erkennen gegeben. Zuerst waren dies Falkann und Broderick, später auch Saliah, Tovion und Rudrinn. Und auch sie ist eine der Erwählten, so dass nun sechs der Sieben auf Seiten der Menschen streiten. Ihre Künste werden auch gebraucht, denn die Angriffe von Scurr nehmen zu. Bei einem dieser Scharmützel kommt es nun, dass Ariac und Rijana wieder aufeinander treffen. Beinahe erkennt der von tiefem Hass erfasste Arowann die einstige Jugendfreundin nicht wieder. Er rettet ihr Leben und hilft ihr bei der Flucht. Jedoch wird er von den Verbündeten von Rijana gefangen gesetzt. Während die anderen Ariac misstrauen, gibt Rijana die Hoffnung nicht auf, ihn auf ihre Seite zu holen.

Sich überschlagende Ereignisse am Königshof von Balmacann zwingen die beiden schlussendlich zur Flucht. Um ihren Verfolgern zu entkommen, betreten sie in das Land der Tausend Flüsse, seit jeher ein Ort, der als verwunschen gilt. Auf ihrer Reise, die sie zu den Elfen bringt, sie mit Zwergen bekannt macht und schlussendlich zu Ariacs Volk zurückführt, kommen sie sich immer näher. Um schlussendlich heiraten zu können, wird Rijana ein Mitglied der Arowann.

Doch bleibt ihr Glück nur von kurzer Dauer, denn die Schergen von Scurr sind ihnen dicht auf den Fersen. So bleibt ihnen nichts weiter übrig, als zu fliehen. Doch bald erkennen sie, dass sie nicht ewig auf der Flucht sein können und fassen einen Plan, wie sie das Vertrauen der restlichen fünf Kinder gewinnen können: sie werden das Schwert, das sich in Besitz von König Scurr befindet, an sich bringen. Denn noch haben nicht alle der Sieben diese magischen Klingen, durch die sie erst zu den gefürchteten Kriegern aus den Legenden werden. Und so machen sich Ariac und Rijana auf,  ihren Plan umzusetzen.


Kritik:


Viele der Bücher, die ich zu meinen persönlichen Favoriten zähle, haben mich meist schon mit der ersten Seite gefesselt. Auch ein gewisser deutscher Literaturpapst bekennt sich zu der Praxis, ein Buch, das ihn nicht von Beginn weg fesseln kann, gleich wieder wegzulegen.  Hätte ich dies auch auf das hier rezensierte Buch angewendet, wäre ich ihm wohl nicht gerecht geworden. Es gehört sicher nicht zu meinen Favoriten und ich glaube nicht, dass ich es ein zweites Mal in die Hand nehmen werde, aber am Ende war mir die aufgewendete Zeit dann doch nicht zu schade und ich habe mich gut genug unterhalten empfunden.

Was dazu geführt hat, das Buch dann doch relativ schnell zu Ende zu lesen, waren die unvorhergesehenen Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Sie haben die ansonsten sehr vertraute und schon zigmal gelesene Geschichte von Junge-trifft-Mädchen spannender gemacht als ursprünglich gedacht. Relativ früh wurde ich aus meiner Vorstellung über die Richtung der Handlung herausgerissen. Das hat mir gefallen und mich zum Weiterlesen animiert. Da die Geschichte der sich entwickelnden Liebe zwischen den beiden Hauptprotagonisten genug Raum einräumt, wird gerade die romantische Seite des Lesers zufrieden gestellt.  Hinzu kommt, dass die Grundstimmung der Welt eher eine düstere, härtere ist, etwas das mich persönlich immer stärker anspricht als eine heile Welt, in der das Gute immer obsiegt. Auch scheint die Gesamtgeschichte, die wohl im Folgeband oder Folgebänden erzählt werden wird, noch eine grössere Dimension zu haben. Auch dies ein Aspekt, der für mich zu einer guten Fantasy-Welt gehört.

Wie ich weiter oben schon angedeutet habe, werde ich es jedoch kein zweites Mal lesen. Denn neben all den Punkten, die mich überrascht haben oder mir gefallen haben, gab es mehr Punkte, die mich störten. Mir ist der Erzählstil zu schnell und die verwendete Sprache etwas zu direkt. Die Autorin springt ohne viel Beschreibung und Ausschmückung in der Handlung vorwärts. Einzelne Szenen brauchen oft nicht mehr als ein paar Seiten und die Dialoge sind oft sehr kurz gehalten. Dies mag einigen gefallen, mir jedoch fehlt hierbei die Vertiefung der Welt und vor allem der Charaktere. Ausser den beiden Haupt- und ein oder zwei Nebencharakteren, bleibt der Rest des Ensembles recht flach und in ein paar stereotypischen Beschreibungen stecken.

Auch die Welt hat mich (noch) nicht wirklich überzeugt. Die üblichen Verdächtigen, d.h. Elfe, Zwerge, Menschen und Orks tauchen auf. Dies muss  nicht unbedingt schlecht sein, doch der ganze Mix war mir zu vertraut, schon zu oft gelesen, als dass ich mich damit gross hätte anfreunden können. Oftmals gibt es kleine Dinge an dieser klassischen Konstellation, die ich vorher so noch nicht gekannt habe. Leider war das hier nicht der Fall. Doch das könnte sich mit weiteren Büchern ja noch ändern, lag der Fokus in diesem ersten Band doch eindeutig auf anderen Bereichen.


Fazit:


Das Buch lädt zwar nicht zum mehrmaligen Lesen ein, jedoch macht es einen gespannt auf die weiteren Geschicke von Ariac und Rijana. Doch bleiben andere Charakter flach und uninteressant. Zu hoffen ist, dass in der Fortsetzung hier etwas mehr Vielfalt Einzug halten wird. Wer eine schnell und geradlinig erzählte Geschichte sucht, die weniger durch interessante Charaktere oder Dialoge als durch eine nette Liebesgeschichte und ein paar interessante Wendungen überzeugt, wird mit Aileen P. Roberts Die Zeit der Sieben sicher zufrieden sein. Leser, die jedoch auf eine tiefgründige Welt, charaktervertiefende Handlungen und eine komplexere Geschichte Wert legen, sollte sich lieber andere Bücher aussuchen.



Bewertung:  4 von 10 Legendären Schwertern



Fisher
von Anomandaris
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Saturday, 26. december 2009 6 26 /12 /Dez. /2009 19:05

Hallo Freunde der Fantasy. Ich hoffe ihr hattet bisher ein erholsames Weihnachtsfest? Wir dachten eine Rezi für Zwischendurch kann nicht schaden Zudem schulde ich es der Rezensentin sowieso schon seit langem.

 

Also, ohne weiteren Aufschub:

 

--

 

Max Frei – Das Echo Labyrinth 1: Der Fremdling

 

Der Autor:

 

Max Frei mischt seit 1995 die russischsprachige Fantasyszene auf. Lange rankten sich Mythen und Legenden um die Identität und Herkunft von Max Frei, bis schließlich ans Tageslicht drang, dass die beiden Künstler und Autoren Svetlana Martynchik und Igor Stepin unter diesem Pseudonym den Leser in eine fremde Parallelwelt entführen. Das war es aber auch schon, wenn es nach dem Autoren ginge, denn auf die Frage „Wer ist Max Frei?“ bekommt man stets die Antwort „Max Frei ist Max Frei.“ Dies beruht darauf, dass die Autoren Max nicht als ein Projekt, sondern als eigenständiges Wesen repräsentiert sehen möchten.

So sind bis heute an die zwanzig oder mehr Bücher erschienen, die von den Abenteuern und Erlebnissen des Verfassers Max Frei berichten und in oder um die labyrinthische Stadt Echo spielen. Fünf sind bisher auf Deutsch erhältlich, die alle zur Serie Das Echo Labyrinth gehören. Es gibt auch andere, bisher unübersetzte Einzelromane, die außerhalb des Kontextes von Echo von Maxs Abenteuern erzählen.

Im Übrigen dürfte es nicht verwundern, dass der Name des Helden trotz russischer Herkunft deutsch klingt, denn Svetlana Martynchik verbrachte ihre Kindheit zum Teil in Deutschland.

 

Das Buchäußere und der Aufbau:

 

Der Fremdling ist als Taschenbuch bei Blanvalet erhältlich und umfasst knapp über 400 Seiten. Die Covergestaltung lässt an einen klassischen Detektivroman aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts denken. Nur der Romantitel, Der Fremdling, passt sich im Schriftbild nicht dem Rest an, was ich als störend empfinde.

Der Inhalt ist in ein Vorwort, in dem sich Max dem Leser vorstellt und einen kurzen Abriss der Geschichte Echos gibt, und vier Geschichten von ca. 100 Seiten gegliedert.

 

Die Handlung:

 

Max hat die ersten dreißig Jahre seines Lebens als Nichtsnutz und Durchschnittsbürger auf der Erde verbracht. Wer weiß, vielleicht war er ja sogar Ihr Nachbar, man weiß es nie. Seine laissez-faire Haltung und sein mangelnder Ehrgeiz haben ihn weder irgendwohin gebracht noch werden sie es jemals tun. Das Leben ist uninteressant und verliert schnell seinen Reiz. Einzig Maxs Träume können seine Aufmerksamkeit fesseln. Seit seiner Kindheit hat er die verschiedensten Fortsetzungsträume. In einem dieser Träume lernt er in einer Kneipe Sir Juffin Halli kennen, den Leiter des Kleinen Geheimen Suchtrupps von Echo, der Hauptstadt der Vereinten Königreiche, und bekommt über kurz oder lang das Angebot, für Sir Juffin zu arbeiten. Max stimmt zu und findet sich in Echo wieder. Echo ist eine skurrile Stadt mit einer Menge skurriler Leute, in welcher skurrile Dinge geschehen und so gut wie jeder Alltagsmagie einsetzt. Die Aufgabe des Kleinen Geheimen Suchtrupps ist es, nicht erlaubte magische Vorgänge aufzuklären.

Bereits während der ersten Geschichte in seiner Eingewöhnungsphase in Echo widerfährt Max allerdings bereits die erste Begegnug dritter Art, sozusagen, und Max erkennt, dass die Bewohner von Echo zwar anders sind als die seiner Welt, sie dabei aber ihre ganz eigenen Probleme haben. Und bald darauf muss er sich auch schon den neuen Kollengen stellen, die jeder für sich einen Roman wert währen. Ob er nun versucht, sich mit der größten Labertasche des Trupps, Sir Melifaro, oder dem truppeigenen ernsthaften Meuchelmörder und größtem Fan seines eigenen Namens Sir Schurf Lonely-Lokley anzufreunden, oder mit der einzigen Frau des Trupps, Lady Melamori, zu kokettieren, witzige Szenen sind vorprogrammiert, denn Max wird den anderen als zugereister Barbar von der Grenze zu den Leeren Ländern vorgestellt.

 

Eindrücke:

 

Am ehesten kann man bei Max Frei einen Vergleich zur Scheibenwelt von Terry Pratchett ziehen, in speziellen fühlte ich mich an [b]Helle Barden[/b] von Pratchett erinnert. Auch hier, in den Romanen um das Echo-Labyrinth, zentrieren sich die Ereignisse um eine Stadt, die skurrile und ungewöhnliche Bewohner und Orte aufweist. Und auch handelt es sich hier eher um eine Sammlung humorvoll sarkastischer Romane. Damit war es mit den Vergleichen aber auch schon. Echo ist kein schmutziger Großstadtsumpf, sondern die prächtigste Stadt der Vereinten Königreiche. Die Geschichten werden ausschließlich aus Maxs Sicht [Ich-Perspektivische Erzählweise] und nach anfänglicher Holprigkeit auch immer mehr mit sarkastischem/ironischem Untertorn erzählt. Max hält mit seiner Meinung zunehmend immer weniger hinter dem Berg. Er findet Gefallen am Leben als Held.

Zum Inhalt muss ich sagen, dass er mit sehr gefallen hat. Die vorkommenden Personen, sprich Maxs Kollegen, sind mir schnell ans Herz gewachsen. Sie alle haben Wiederkennungswert nicht nur was ihre Eigenheiten, sondern was auch ihr Äußeres angeht [und das trotz der immer gleich bleibenden Mode von Echo]. Einzig von Max fühlte ich mich gut die Hälfte des Buches etwas distanziert, was ich aber dem Umstand zuschreibe, dass sich zwei Autoren, die an einem Werk schreiben, sich erst einmal einfinden müssen. Zu Beginn gibt es Stellen, an denen die Geschichte flott vorangebracht wird, die sich allerdings mit solchen abwechseln, an denen sie sich zieht. Dies bessert sich nach der Hälfte des Buches. Ich kenne bereits einen der eigenständigen Max Frei Romane und habe in einen zu der Serie gehörenden reingelesen, und bei beiden hatte ich nicht den holprigen Eindruck, auch wenn auffällig ist, dass Max dazu neigt, sich über vieles viele Gedanken zu machen. Diese empfand ich aber selbst in [b]Der Fremding[/b] nicht als langweilig.

Hier sind wir aber auch schon bei dem Problem, das mir aufgestoßen ist: die Übersetzung. Denn die beiden erwähnten Romane habe ich auf russisch gelesen bzw. angelesen. Mir ist natürlich vollkommen bewusst, dass sich längst nicht alles getreu übersetzen lässt, aber man findet, wie soll ich sagen, „Ersatzsprichwörter“ aufdringlich häufig. Deutsche Sprichwörter gibt es zwar in der Originalfassung auch, aber nicht so häufig, sie wirken etwas gezwungen.

Und ich weiß nicht, wem ich es anlasten soll, der Übersetzerin oder dem Verlag, aber ich musste leider fest stellen, dass die deutsche Ausgabe zensiert ist. Ich frage mich, ob irgendwer von den verantwortlichen [b]Die Chroniken von Echo[/b] für Kinderbücher hält..? Das sind sie nämlich nicht. Und dennoch sind völlig unsinnige Dinge herausgeschnitten. Es gibt eine Szene, in der Max um die Ecke des hauses auf der Brücke biegt und dem General Bubuta Boch begegnet, der weder auf Max, noch auf irgendwen anders im Kleinen Geheimen Suchtrupp – abgesehen von Sir Juffin – gut zu sprechen ist. Dabei ist er auch nicht der hellste und seine Tiraden, die er regelmäßig über seine Angestellten ergießt, sind gesprickt von Worten, die nicht wirklich entfernt etwas mit Latrinen zu tun haben – namentlich Scheiße. Scheiße dies, scheiße das. Guess what? Irgendwer war so schlau, alle Abschnitte, in denen der gute Sir Bubuta Boch sein glänzendes Selbst ist, herauszuschneiden. Natürlich fragt man sich dann, worüber Max da so grinst und warum Bubuta Boch plötzlich bei Maxs Anblick verstummt, wo er doch kein Wort gesagt hat.

Davon abgesehen – und darüber hinweg zu sehen fällt mir persönlich eher schwer, ich mag es nicht, wenn man Bücher zensiert, vor allem wegen solcher Kleinigkeiten – ist die Erzählung aber vor allem in der zweiten Hälfte des Buches flüssig.

 

Fazit:

 

Nach anfänglichen Längen nimmt der Roman Fahrt auf und ich bin guter Dinge, dass sich das im zweiten Band fortsetzt. Es ist kein epischer Roman, kein Wälzer zum Leute erschlagen, sondern ein angenehmer, stellenweise spannender und an anderen Stellen lustiger Roman, das was man so gerne „für Zwischendurch“ ließt. Die handelnden Personen sind interessant, sowie die Stadt selbst, auch wenn man nur Bruchstücke von ihr zu sehen bekommt im ersten Band. Auch wenn ich diesem Buch nicht die volle Punktzahl geben würde, so kann ich es auf jeden Fall empfehlen. Kein Action-Blockbuster, doch eine Leseerfahrung wert..

 

Bewertung: 6/7 von 10 Sternen [← ich würde definitiv mehr geben, aber es geht hier um die übersetzte Fassung und man bedanke sich bei dem, der auf die Zensur-Idee gekommen ist ;)]

 

 

Schatten

von Anomandaris
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Tuesday, 24. november 2009 2 24 /11 /Nov. /2009 21:29
Wir sind zurück! 
Zumindest sind nun zwei Werke rezensiert und das Erste davon will ich euch hiermit präsentieren. Meinen Dank an Màirèad.

Die Rezensions-Exemplare wurden vom Otherworld Verlag (Ueberreuter) zur Verfügung gestellt. Unseren herzlichen Dank dafür.

Anomandaris

---

Zum Autor:


Robin Gates, geboren 1967, ist ein Autor, der sich in der Tradition des klassischen mündlichen Geschichtenerzählers sieht. Er veröffentlichte Essyas zu verschiedenen mythologischen Themen in Zeitschriften wie AHA.  Die Runlandsaga ist nach Der Harfner und der Geschichtenerzähler sein zweites Werk, dessen Handlung in der von ihm geschaffenen Welt Runland spielt.  Robin Gates beschäftigt sich mit Mythen und Sagen der verschiedensten Völker, um sich davon für seine Erzählungen inspirieren zu lassen. Er lebt in der Nähe von Hannover.


Die Runlandsaga ist im Otherworld Verlag erschienen.


Das Äussere:


Ich habe das Buch im Taschenbuchformat erhalten. Eine Karte von Runland ist am Anfang des Buches und ein Personenregister am Ende des Buches enthalten. Der Roman hat 503 Seiten. Aufgefallen ist mir das innere Layout des Buches. Die Seitenqualität, der Titel über jeder Seite und die enge Schriftsetzung kenne ich vor allem aus englischen Büchern. Könnte für ausschliesslich deutschsprachige Leser etwas gewöhnungsbedürftig sein.

Der Hintergrund des Umschlagbildes ist braun und die Mitte zeigt ein Spiegel oder Amulett mit vier Drachen welche das Bild eines Schlosses oder Turmes umranken. Für mich ein sehr ansprechendes Cover.



Handlung in Kürze:


Die Menschen Runlands wissen nur wenig von dem, was in der Dämmerung der Zeit geschah, als die Hohe Göttin Cyrandith die Welten träumte. Die Schriften die von menschlichen Gelehrten aufbewahrt werden, sind in den Augen der Endarin, der Erstgeborenen, die in der Sprache von Runland Elfen genannt werden, nichts weiter als Bruchstücke ihrer eignen unvollständigen Legenden. Die Endarin wissen:  Vor Jahrtausenden tobte ein Krieg zwischen den Urkräften des Kosmos- jenen des Chaos und der Ordnung. Die Herren der Ordnung verbannten das Chaos in den ewigen Abgrund. Aus dem Körper des grössten Streiters des Chaos entstand ein neues Volk: die Menschen.

Eines Morgens finden spielende Kinder einen Bewusstlosen am Strand der Nordküste. Der Fremde entpuppt sich als Elf auf der Flucht vor den Serephin, Tod bringenden Wesen, die nach Äonen der Suche die verborgene Welt der Menschen gefunden haben. Um die drohende Zerstörung der Welt und den Untergang der Menschheit zu verhindern, bilden die alten Freunde der Elf Arcar und der Magier Margon sowie dessen Frau und Heilerin Thaja, die Kinder Themet und Mirka, der junge und rastlose Enris, eine ungleiche Schicksalsgemeinschaft. Sie versuchen einen Vorboten der Serephin der es geschafft hat die Menschen in Runland aufzuspüren und nun ein Tor für seine Brüder und Schwester öffnen will, zu stoppen.


Meinung:


Ich hatte öfters das Gefühl dass der Autor auf sein erstes Buch Der Harfner und der Geschichtenerzähler anspielte, welches ich nicht gelesen habe. Der Autor führt den Leser langsam in die Geschichte der Welt ein. In die Legenden die sich die Endarin erzählen und in die Wahrheit der Ursprünge der Menschen. Dazwischen setzt sich die Handlung des Romans fort und nach und nach verknüpfen sich die einzelnen Stränge. Am Schluss wird eine neue Person vorgestellt, von der ich hoffe, dass sie im zweiten Band auf Enris und Arcar trifft.

Für mich war es kein Buch das sich leicht im Zug lesen lässt. Vor allem die Legenden haben mich gefordert. In diesem ersten Band einer, wie  ich gelesen habe, geplanten 4-bändigen Romanreihe, passiert noch nicht viel. Das Augenmerk liegt auf der Erklärung der Welt und die ausführliche Einführung in die Legenden und Mythen von Runland. Somit kann das Buch nicht mit extremen Spannungen aufwarten. Es geht eher Ruhig zu und her. Somit bleibt jedoch auch Zeit die Charaktere ausgiebig vorzustellen. 

Die Sprache von Gates ist sehr poetisch und blumig und er kann bei der detaillierten Schilderung einer Sache lange verweilen. Mir persönlich gefällt sein Schreibstil sehr gut und ich konnte mich in seinen genauen Beschreibungen verlieren. Er hat mit seiner Sprache plastische und greifbare Charaktere geschaffen die man am Ende des Buches schon recht gut kennt und in die man sich richtig hinein versetzen kann. Sein Schreibstil hat mich sehr an eine mündlich erzählte Geschichte erinnert, was mir persönlich gut gefällt.


Fazit:


Für mich ein sehr gelungener Auftakt in einer Welt die ich so oder ähnlich noch nicht gelesen habe. Ich werde die weiteren Bände auf jeden Fall lesen. Der erste Band hat es geschafft in mir den Wunsch nach mehr zu wecken. Dieses Buch ist nicht für Liebhaber wilder Schlachten und High-Fanatsy-Storys in denen die Geschichte vollgepackt ist mit Action und Specials. Wer Wert auf eine ausgefeilte Welt und tiefgründige Charaktere legt und einer Geschichte Zeit und Raum zur Entwicklung geben kann, wird das Buch lieben.


Bewertung: 9 von 10 Serephine


Màirèad

von Anomandaris
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Friday, 30. october 2009 5 30 /10 /Okt. /2009 16:28
Wie ihr bemerkt habt, läuft in letzter Zeit nicht allzuviel auf SF&F Rezension. Das tut uns mindestens so weh wie euch . Leider hat das Leben mal wieder voll zugeschlagen und das Team welches hier normalerweise versucht euch mit hilfreichen Rezensionen zu versehen, ist komplett mit anderem absorbiert, aus sehr verschiedenen Gründen. Wir hoffen alle, dass sich das bald wieder ändert.

Um euch den Mund etwas wässrig zu machen, hier eine kleine Vorschau, was so alles in der Pipeline ist:

Da sind drei englische Werke - Lamentation von Ken Scholes (Tor Books), The hidden City von Michelle West (DAW) und Irons in the Fire von Juliet E. McKenna (Solaris Books).

Und natürlich auch einiges auf Deutsch - Kryson von Bernd Rümmelein, Runland-Saga von Robin Gates (beide vom Otherworld Verlag), Thondras Kinder von Aileen P. Roberts (Goldmann).

Ihr seht also, es ist einiges am laufen...nur halt leider viel langsamer als es uns allen lieb ist.

Wir hoffen ihr bleibt uns trotzdem gewogen.

Das SF&F Rezension Team
von Anomandaris
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