Wednesday, 27. january 2010
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18:19
Und die nächste Rezi geht in den Äther

Vielen Dank an Màirèad fürs Rezensieren. Scheint aber leider nicht so ihren Geschmack getroffen zu haben. Lest selbst...
Anomandaris
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Bernd Rümmelein wurde 1966 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Rechts- und Betriebswissenschaft ist er heute als Geschäftsführer und Senior Consultant in einer der weltweit grössten
Unternehmensberatungen tätig. Bereits während seiner Schulzeit schrieb er Kurzgeschichten. Gedichte und Filmkritiken. Mit „Des Kriegers Herz“ landete er 2008 auf Platz 3 des deutschen
Phantastik-Preises in der Kategorie „ Beste deutschsprachige Kurzgeschichte“. Für Band I des Fantasy-Epos
Kryson wurde ihm 2009 der mit 10‘000 Euro dotierte Wolfang-Holbein-Preis verliehen.
Bernd Rümmelein lebt mit seiner Familie in der Nähe von Tübingen.
Das Äussere:
Ich habe das Buch im Taschenbuchformat erhalten. Eine Karte vom Kontinent Ell ist am Anfang des Buches und eine Legende ist am Ende des Buches enthalten. Der Roman hat 559 Seiten. Der Hintergrund
des Umschlagbildes ist düster gehalten. Auch die Gestalt die in wallende grau-schwarze Gewänder gehüllt ist und einen grossen Stab in der Hand hält, steht mit dem Rücken zum Bild. Das Cover finde
ich sehr gelungen.
Das Buch ist im
Otherworld Verlag erschienen.
Handlung in Kürze:
Es herrscht Krieg auf Kyrson. Die Rachuren welche bestialische Chimären züchten, überziehen den Kontinent Ell seit vielen Jahren unerbittlich mit Blut und Schrecken. Bis zu den Kernlanden des
Volkes der Nno-bei im Norden sind sie vorgedrungen. Ihre Motive bleiben im Dunklen. Auf den Rat des Sajkalsan Sapius, einem Magier, besinnen sich die untereinander zerstrittenen sieben
Fürstenhäuser der Nno-bei –Klan in ihrer äussersten Not auf den uralten, traditionsreichen Orden der Bewahrer. Unter dem Befehl des Bewahrers Lordmaster Madhrab formiert sich das
Verteidigungsheer der Klan und zieht am Rahyin-Fluss in die entscheidende Schlacht gegen die Rachuren. Doch Sapius verfolgt eigene Ziele. Das Schicksal der Klan interessiert ihn nicht. Die
gottgleichen Wesen, der weiße Schäfer und der dunkle Hirte, welche das Gleichgewicht bilden, liegen in einem tiefen Schlaf. Doch die Anzeichen, dass der dunkle Hirte erwacht sind unverkennbar.
Schreckliche Katastrophen brechen über die Klan herein. Lediglich Sapius erkennt die Zeichen. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, benötigt er die Hilfe eines mächtigen Zauberers, des
Bluttrinkers Quaddalkar. Dabei braucht er die Hilfe von Madhrab. Dieser muss als Anführer des grössten Heeres der Nno-bei-Klan jedoch erst die Entscheidungsschlacht gegen die Rachuren schlagen und
auch überleben. Er muss dabei gegen den Anführer der Rachuren, Grimmgour der Schänder antreten. Sapius verrät seine Prinzipien sich nicht in die Geschehnisse auf Kryson einzumischen und
schlägt sich auf die Seite von Madhrab , um dessen Armee Vorteile zu verschaffen. Bald wird jedoch klar, dass die Schlacht nur über einen Zweikampf der beiden Anführer entschieden werden kann.
Meinung:
Für mich findet sich in der Welt Kryson nichts Neues. Ich hatte Mühe dieses Buch zu Ende zu lesen. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar woran das lag. Die Geschichte ist eigentlich gut
aufgezogen. Sie schweift jedoch öfters ab um Informationen über die einzelnen Völker, Orden etc. zu liefern. Diese Ausflüge haben den Lesefluss für mich massiv behindert und waren nicht immer an
den richtigen Stellen eingefügt. Für mich waren auch die detaillierten Schilderungen der Schandtaten von Grimmgour nicht unbedingt nötig. Mangelnde Detailtreue kann man dem Autor jedoch auf jeden
Fall nicht vorwerfen. Wem solche Sachen gefallen, wird hier seine Freude haben.
Für mich war die Figur des Madhrab zu Heldenhaft. Sein „Können“ war störend im Vergleich zum Rest der Geschichte. Ich fand es schade, dass er zu einer Art Kriegsmaschine wurde, die praktisch
unschlagbar ist und im Alleingang ein feindliches Heer erledigt. Für mich hat hier die Realität zu stark gelitten auch wenn es sich um ein Fantasy-Buch handelt. Auch empfand ich den Ablauf
der Entscheidungsschlacht zu fantastisch und zu weit weg von der Realität. Wer jedoch auf Überhelden steht, kommt hier ganz auf seine Kosten. Die Sprache des Autors hat mir jedoch gefallen. Man
merkt, dass es sich um die Originalsprache und nicht um eine Übersetzung handelt.
Fazit:
Sprachlich sehr gut geschrieben, inhaltlich nichts für mich. Zuviel Heldentum und zu wenig Realismus auch für ein Fantasybuch. Eine Geschichte dessen weiteren Verlauf ich nicht folgen werde.
Anmerkung: Vielleicht ein Buch dass die weibliche Leserschaft eher nicht anspricht. Ich könnte mir vorstellen, dass männliche Leser eher zu begeistern sind. Könnte aber auch an meinem
Hormonhaushalt liegen (8. Schwangerschafts-Monat).
Bewertung: 4 von 10 Punkten
Màirèad