Artikel teilen! Rezension: Feuer im Norden - R. Gates (Otherworld): Robin Gates, geboren 1967, ist ein Autor, der sich in der Tradition des klas ...
Robin Gates, geboren 1967, ist ein Autor, der sich in der Tradition des klassischen mündlichen Geschichtenerzählers übt. Er veröffentlichte Essyas zu verschiedenen mythologischen Themen in Zeitschriften wie AHA. Die Runlandsaga ist nach Der Harfner und der Geschichtenerzähler sein zweites Werk, dessen Handlung in der von ihm geschaffenen Welt Runland spielt. Robin Gates beschäftigt sich mit Mythen und Sagen der verschiedensten Völker, um sich davon für seine Erzählungen inspirieren zu lassen. Er lebt in der Nähe von Hannover.
Die Runlandsaga ist im otherworld Verlag erschienen.
Das Äussere:
Ich habe das Buch im Taschenbuchformat erhalten. Eine Karte von Runland ist am Anfang des Buches und ein Personenregister am Ende des Buches enthalten. Der Roman hat 426 Seiten. Analog zu Band 1 ist die Seitenqualität, der Titel über jeder Seite und die enge Schriftsetzung, die vor allem aus englischen Büchern geläufig ist.
Der Hintergrund des Umschlagbildes ist braun und die Mitte zeigt ein Spiegel oder Amulett mit vier Drachen welche das Bild einer von Blitzen um zuckten Felsformation umranken. Für mich ein sehr ansprechendes Cover und fast gleich wie beim ersten Band.
Handlung in Kürze:
Der Hintergrund zur Welt findet ihr bereits in der Rezi zu Band 1. Ich wiederhole mich deshalb hier nicht.
Im Reich der Serephin bereitet man sich zum Sturm auf Runland vor. Ranàr hat seinem Volk einen Weg gebahnt, und die Welt der Menschen brennt.
Andostaan, die Küstenstadt im Nordwesten Runalnds, wird als Erstes von den Drachen heimgesucht. Alle Hoffnung der Menschheit ruht auf dem jungen Enris und dem Elfen Arcad. Nur wenn es den beiden gelingt den Bewohnern von Andostaan begreiflich zu machen in welcher Gefahr die Menschheit schwebt, besteht ein leiser Funke Hoffnung dass nicht die gesamte Menschheit ausgelöscht wird. Wie zu erwarten war, ist das der Knackpunkt des ganzen. Einige wenige glauben Ihnen zwar doch es ist das erklärte Ziel so viele wie möglich aus Andostaan herauszubringen. Doch noch während der Ratsversammlung bei der Enris und Arcad die Dringlichkeit des Exodus beteuern, erreichen die Serephin Runland und Andostaan und seine Bewohner gehen in Flammen auf. Nur einigen wenigen gelingt die Flucht. Auch die Wolfsfrau die ende des ersten Bandes auftaucht, hat so einiges an Abenteuer zu bestehen und trifft am Ende des Buchs endlich bei Enris ein.
Wie schon beim ersten Band haben es die Legenden in sich. Es ist für mich kein Buch das man beim zugfahren so nebenher liest. Diesmal war das Fehlen von Spannung für mich jedoch sehr anstrengend und ich musste mir Mühe geben das Buch zu Ende zu lesen. Fasziniert hat mich jedoch erneut der blumige Sprach- und Schreibstil von Gates. Es ist als ob man eine Geschichte mündlich erzählt bekommt.
Fazit:
Nach dem gelungen Auftakt habe ich mehr vom zweiten Band erwartet. Die Geschichten auf Runland werde ich wohl nicht weiterverfolgen. Es ist Gates nicht gelungen mich zu fesseln. Nach dem ersten Band hatte ich nun Spannung und eine raschere Weiterentwicklung der Geschichte erwartet. Er hat sich jedoch wie im ersten Band lange mit den Schilderungen der Legenden aufgehalten. Mir persönlich war das zu viel. Aber auch hier; wer Wert auf eine ausgefeilte Welt und tiefgründige Charaktere legt und einer Geschichte Zeit und Raum zur Entwicklung geben kann, wird das Buch trotzdem mögen.
Màirèad
Bewertung: 5 von 10 Serephine
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