Dienstag, 9. dezember 2008

Claudia Kern ist eine deutsche Autorin die neben Fantasy auch Science Fiction, Horror, Stories für Computerspiele und Kolumnen schreibt. Sie besitzt eine eigene Homepage, die ganz ähnlich einem Blog geführt ist.

Ich habe über Frau Kern ein Leseexemplar ihres neuesten Werkes, Sturm, erhalten. Das Buch ist das erste einer Trilogie mit dem Titel Der verwaiste Thron.


Das Äussere:

Das Buch ist im Taschenbuchformat erhältlich, im so genannten Klappenbroschur, und hat knapp 370 Seiten. Das Cover gefällt mir, es ist recht klassisch und schafft es, denn Titel ins Bild zu setzen...denn ein Sturm scheint hier wahrlich aufzuziehen ;)

Das Buch besitzt eine Karte der Welt vorne im Klappbroschur (und ebenfalls ganz hinten). Wie der geneigte Leser schon weiss, ist das immer ein Pluspunkt in meinen Augen. Ich folge der Handlung auch gerne geographisch.


Die Vorgeschichte:

Die Welt als solches ist bisher namenlos. Wie bei vielen Fantasy-Romanen war es schon einmal besser bestellt um die Belange der Menschen. Die einstigen vier Königreiche sind durch Arroganz und Habgier zerfallen und viele Nachbarn warten nur auf einen günstigen Augenblick um sich Gegenseitig in den Rücken zu fallen. In dieser Welt handeln und bewegen sich unsere Protagonisten. Der Hauptcharakter, Ana, die einzige Tochter des Fürsten von Somerstorm, erfährt bald einmal am eigenen Leibe, dass sie nicht auf die Mithilfe ihrer „Verbündeten“ zählen kann.


Frau Kern leitet jeweils jedes Kapitel mit einem kurzen Auszug aus einem fiktiven In-Welt Buch ein, was für mich wesentlich zur Atmosphäre und dem Bild ihrer Welt beiträgt. Sehr nett.



Die Handlung in Kürze:

Das Buch beginnt mit dem Geburtstagsfest von Ana. Sie feiert ihren 17 Geburtstag. Dafür hat ihr Vater keine Kosten gescheut (die Somerstormer sind für ihren Reichtum bekannt) und neben dem Festtagsschmaus und den vielen Gästen auch eine Gauklertruppe organisiert.

Das Fest nimmt jedoch eine grausige Wendung als während des grossen Gelages im Hauptsaal plötzlich das grosse Morden beginnt. Die Burg Somerstorm wird von den Nachtschatten überfallen, düsteren Mischungen aus Mensch und Tier. Ana kann dank ihres Leibwächters entfliehen, verliert aber alles was ihr lieb und teuer war.

Ihr Bruder Gerit wird auf der Burg zurückgelassen. Er hatte sich versteckt und entging dem Morden, ist nun aber Gefangener der Nachtschatten. Hin und her gerissen zwischen Wünschen zur Flucht und der Möglichkeit, möglichst viel über seine Feinde zu lernen, verweilt er auf der Burg und muss in der Küche arbeiten.

Im Süden der Königreiche erfährt man bald von den Geschehnissen im Norden. Da viele Fürsten aber sowieso eifersüchtig auf den Reichtum Somerstorms waren, rühren sie keinen Finger. Nur der Fürst von Westfall schickt sich an, etwas zu unternehmen und zwar weil Ana seinem Sohn zur Frau versprochen war. Hier werden wir mit zwei neuen Figuren bekannt gemacht: zum einen der Prinz von Westfall, der Verlobte von Ana, Rickard und zum anderen sein Freund, der verkrüppelte Gelehrte Craymorus. Rickard soll ein grosses Heer nach Norden führen um die Nachtschatten zu vernichten, während sein Freund in der Bibliothek von Westfall möglichst viel über die Schwächen der Nachtschatten erfahren soll.

Im Laufe des Buches folgen wir den vier jungen Menschen durch ihre Abenteuer...Anas Flucht nach Süden, wo sie hofft ihren Verlobten um Hilfe bitten zu können. Sie muss erfahren wie viel Missgunst ihrer Familie entgegengebracht wird und als sie schon kurz vor dem Ziel zu sein scheint, erwartet sie noch einmal ein dunkles Geheimnis; Gerits innerer Kampf gegen seine Furcht und sein Versuch, den Feind auszuspionieren und in einem geeigneten Moment entfliehen zu können; Rickards Aufbruch aus seiner geschützten Lehrzeit um seiner Verlobten zu helfen und Craymorus Suche nach Information während derer er mit seinen eigenen Dämonen (und seinem Gewissen) zu kämpfen hat...denn die Nachtschatten sind keine Unbekannten für ihn... . Das Buch endet in einer grossen Konfrontation, die ein grosse Überraschung birgt, die ich hier nicht vorneweg nehmen will. Einige unserer Protagonisten sind in recht hoffnungslosen Lagen und es wird spannend sein zu erfahren, wie sie da (falls überhaupt) hinauskommen.



Meinung:

Sturm hat mich gefesselt. Ich hatte sehr lange kein Buch aus deutscher Feder mehr in der Hand. Meist sind die deutschen Autoren noch einige Jahre hinter der Entwicklung aus dem anglo-amerikanischen Raum her und damit für mich oft uninteressant. Frau Kern hat mich jedoch in ihre Geschichte hinein ziehen können. Die ersten 250 Seiten hatte ich sehr schnell durch, da ich wissen wollte wie es weitergeht. Leider hatte ich dann einen erzwungenen Unterbruch und der Abschluss hat sich jetzt etwas hingezogen.

Die Sprache ist direkt und präzise. Nicht allzu ausschweifend (ich bin normalerweise ein Fan detailreicher Ausführungen) aber auch nicht zu knapp.

Interessant ist auch der Ansatz der Geschichte. Es ist für einmal kein Weltrettungsabenteuer, sondern eher eine Geschichte über persönliche Schicksale (natürlich liesse sich argumentieren, dass es für Ana und ihre Freunde durchaus darum geht, ihre Welt zu retten – aber ich spreche von der übergeordneten Ebene). Das fand ich erfrischend. Natürlich weiss ich noch nicht was in Band 2 und 3 geschehen wird, aber bisher läuft der Roman nicht die „Gefahr“, in dieses 0815 Schema zu fallen.

Am Ende des Buches kommen dann noch einige überraschende Enthüllungen auf den Leser zu. Diese waren meiner Meinung nach nicht ganz so schön eingeführt und insbesondere die Entscheidung einer Figur fand ich nicht sehr plausibel bzw. nicht sehr schlüssig hergeleitet.


Was auch eher spärlich beschrieben wird ist die Welt als ganzes. Bis auf die Kapiteleinleitung verzichtet Frau Kern eher auf Ausflüge in die Geschichte und den Hintergrund der Reiche. Die Kapiteleinleitungen tragen zwar dazu bei, dass der Leser ein Bild der Welt erhält und in die Atmosphäre des Settings eintauchen kann, wer aber, wie ich, dem Setting genau soviel Gewicht gibt wie den Figuren, wird eher mit wenig Information bedient. Da ist sicher Ausbaupotential vorhanden für die Bände 2 und 3.


Insgesamt aber ein sehr gekonnter Ausflug in das Genre der Fantasy.




Fazit:

Sturm ist ein viel versprechender Auftakt zu einer neuen Serie aus deutscher Feder. Wer moderne und ansprechende deutsche Fantasy sucht, sollte sich den ersten Band von Der verwaiste Thron zulegen. Vielleicht mit der Einschränkung, dass es kein Buch für Action-Junkies ist. Wer also auf jeder zweiten Seite einen physischen oder übernatürlichen Konflikt haben möchte, für den ist Sturm das falsche Buch. Wer aber an figurenzentrierten Geschichten Freude hat, ist hier genau richtig.


Bewertung: 7.5 von 10 Wer-Wesen

von Anomandaris
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Dienstag, 9. dezember 2008
Ist ein Weilchen her seit meinem letzten Post. Unterdessen gibt es einige Neuigkeiten.

Ich habe jetzt die Rezension zu Sturm fertig. Die wird dann gleich auf diese Veröffentlichung folgen. Desweiteren habe ich vom Goldmann Verlag freundlicherweise einige Leseexemplare erhalten. Alan Campbells Roman um die Stadt der Ketten und Kathleen Bryans Saga um das magische Land. Ich bin gespannt darauf. Schön aufgemacht sind die Bücher jedenfalls. Einen Dank an Frau Hausbacher und den Goldmann Verlag.

Auf der englischen Bücherseite habe ich Ian Esslemonts Werk Return of the Crimson Guard ausgelesen. Was soll ich sagen...ein würdiger Mitschreiber am grossen Epos um das malazanische Imperium. Allen Lesern von Steven Eriksons Spiel der Götter (bzw Malazan Book of the Fallen) kann ich es nur wärmstens empfehlen, dieses Buch in die Sammlung aufzunehmen.

Cheers
Anomandaris
von Anomandaris
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Samstag, 8. november 2008
Ja, die Zeit rieselt mir noch immer etwas durch die Finger ;)
Die gute Neuigkeit ist, dass ich nun Sturm fertig gelesen habe. Sobald es mir möglich ist, werde ich eine ausgiebigere Rezension hier reinstellen. Ich war sehr angetan von dem Buch. Frau Kern hat es als zweite deutschsprachige Autorin geschafft, mich an ihre Geschichte zu binden (Für diejenigen die sich fragen: Die Erste war Micha Pansi mit ihrem Buch der Schlüssel). Der Fluss der Erzählung hat Tempo und die Charaktere sind gut über die Palette verteilt. Atmosphäre wird auch durch die netten Kapiteleinleitungen erzeugt, welche einem die Welt näher bringen. Der Schluss ist etwas hastig geraten in meinen Augen aber dazu wie gesagt mehr in der Rezension.

Bei den englischen Büchern bin ich nach wie vor mit Return of the Crimson Guard beschäftigt. Die Malazan Welt hält mich gefangen...schade ist meine Lesezeit so knapp momentan.

So, nun muss ich auch schon weiter...die Vorbereitungen für den Montag rufen bereits (und das am Samstag :(  )

Schönes Wochenende
Anomandaris
von Anomandaris
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Sonntag, 12. oktober 2008
Leider komme ich in letzter Zeit nicht so zum lesen wie ich es gern hätte. Zum Einen rennt mir die Zeit immer irgendwie davon (ich kann es mir häufig nicht erklären wohin ;) ) und zum Anderen sollte ich mich auf ein Seminar vorbereiten.
Toll the Hounds habe ich vor einiger Zeit ausgelesen und möchte dazu bald auch noch meine Gedanken hier loswerden. Dann bin ich auch bald durch mit Sturm, dem ersten Band von C. Kern. Dazu werde ich eine Rezension schreiben. Wie früher erwähnt gefällt mir das Buch bisher sehr gut. Bin gespannt wie der erste Band abgeschlossen wird.
Zeitgleich lese ich auch noch das zweite Werk von Ian Cameron Esslemont, dem Co-Kreator der Malazan-Welt. Return of the Crimson Guard fesselt mich erneut an die Welt des malazanischen Imperiums. Ich werde dazu sicher auch noch mehr sagen, wenn ich es ausgelesen habe. Fest steht jedenfalls, das ICE sich nicht hinter seinem Mitschreiber zu verstecken braucht. Er erzeugt das Flair welches für mich die Welt definiert auch schon sehr gekonnt. Seine weiteren Werke werden sicherlich auch auf meinem Lesestapel landen.

Vielmehr gibt es nicht zu berichten. Ich würde mir einen schönen Herbstausklang wünschen, denn gerade diese Jahreszeit mit ihren flammenden Farben gefällt mir sehr gut. Also, drückt alle die Daumen, dass die Wettergötter es gut mit uns meinen ;)

Cheers
Anomandaris
von Anomandaris
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Sonntag, 28. september 2008

Paul Kearney ist ein irischer Schriftsteller der in den deutschen Landen durch seine Serie Die Königreiche Gottes bekannt ist. Leider sind die Titel seit längerem vergriffen und eine Neuauflage scheint zur Zeit nicht auf dem Plan zu stehen.

Sein neuester Roman, der beim englischen Verlag Solaris erschienen ist, heisst The Ten Thousand. Es ist ein Einzelband der die Geschichte einer Söldnerarmee erzählt. Der Schauplatz und die Ausgestaltung der Macht erinnert sehr an griechische Epen, die Handlung selbst ist ebenfalls an eine griechische Sage angelehnt.

 

Das Äussere:

Das Buch ist nur im Taschenbuchformat erhältlich und hat knapp 500 Seiten. Das Cover unterstützt den Inhalt der Geschichte mit einem martialischem Bild. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass der Autor eine Karte beigefügt hat. Somit fällt einem die geographische Orientierung leicht und Karten-Fanatiker, wie ich es einer bin, haben die Möglichkeit viel Zeit mit dem Studium derselben zu verbringen.

 

Die Vorgeschichte:

Die Welt Kuf besteht aus zwei Landmassen. Auf der kleineren, nördlicher gelegenen leben die Macht, ein mysteriöses Volk von Kriegern. Ihre Phalanxen gelten als unbesiegbar und ihre Grimmigkeit und Disziplin sind legendär. Ihre Nation besteht aus Stadtstaaten, die sich auch immer wieder untereinander bekriegen. Wer keiner Stadt angehört ist kein richtiger Mensch mehr. Das Einzige was einem bleibt, will man seine Ehre bewahren, ist sich den Söldnern anzuschliessen.

Die zweite Landmasse ist vom Imperium der Kufr beherrscht. Ein riesiges Gebiet, dass von mehreren nicht-menschlichen Rassen bewohnt wird. Die herrschende Rasse, die Kufr, sind goldhäutig und grösser als Menschen. Sie haben violette Augen. Die Juthan sind die Sklavenrasse der Kufr...kleine, stämmige Wesen mit gräulicher Haut und gelben Augen. Sie arbeiten in all jenen Berufen, mit denen sich die Kufr nicht abgeben möchten.

Vor Generationen haben die Macht einmal versucht, alles unter dem Himmel zu erobern. Sie konnten aber von der schieren Überzahl der Kufr bezwungen werden. Seit da ist es den Macht verboten mit Armeen über das Meer zu kommen und bisher haben sich die Macht daran gehalten. Nun aber wird eine riesige Macht-Söldnerarmee angeheuert. Sie sollen ihr Kriegshandwerk dem Bruder des Kaisers der Kufr zur Verfügung stellen, denn dieser hat verräterische Ambitionen. Die Macht marschieren wieder auf Kufr-Boden und die Erde erzittert.

 

 

Die Handlung in Kürze:

Das Buch beginnt im Lande der Macht und die Protagonisten werden eingeführt. Da sind zum einen Gasca und Rictus, zwei junge Burschen, die durch verschiedene Umstände dazu gezwungen wurden, Heim und Herd hinter sich zu lassen. Ihr Traum und ihr einzig übrig gebliebener respektable Weg ist derjenige des Söldners. Zum Anderen ist in diesem Buch auch die ganze Macht-Armee als Protagonist zu zählen. Meist lässt uns der Autor aus den Augen der Macht zuschauen.

Viele Stadtlose versammeln sich zur Zeit in Machran, der wichtigsten Stadt des Machtreiches und bald sind auch unsere jungen Protagonisten aufgenommen in einer der vielen Hundertschaften (im Buch Centon genannt). Endlich Söldner! Rictus, da er keine volle Ausrüstung sein eigen nennen kann, kommt vorerst zu den Plänklern. Gasca, der seines Vaters Ausrüstung besitzt, ist Phalanx-Soldat.

Die eigentliche Handlung beginnt mit dem Aufbruch der Hundertschaften Richtung Kufr (die Armee ist über 14'000 Mann stark). Der Bruder des regierenden Kaisers, Arkamenes, hat die Macht angeheuert für ihn zu kämpfen. Mit einer langen und verlustreichen Schiffsreise nimmt das Abenteuer für die Söldner seinen Anfang. Auf dem Festland angelangt steht ein Marsch quer durch das Reich bevor, denn die Hauptstadt und der Thron stehen weit im Osten. Die Macht erhalten allerdings bald die Gelegenheit ihr Können unter Beweis zu stellen, denn der Kaiser erfährt schnell von den Plänen seines Bruders und setzt seine Truppen in Bewegung. Zudem will Arkamenes eine Demonstration...und die bekommt er. Die Macht zerstören die erste Armee trotz deren überlegener Anzahl.

Wir begleiten Gasca und Rictus durch einige weitere Scharmützel und werden Zeuge wie Rictus sich auszeichnet und auch bald durch die Ränge aufsteigt. Die Anführer der Macht, insbesondere ein Mann namens Jason, sehen sein Potential.

Beim weiteren Marsch durch das Reich des Kaisers scheinen sich die Legenden über die Macht zu bewahrheiten...sie scheinen unschlagbar. Unterstützt durch die Armeen des Verräters gehen sie von Sieg zu Sieg. Alsbald stehen sie der Armee des Kaisers gegenüber. Und dort kommt es zu einer Schlacht, die alle Pläne durcheinander wirft. Die Geschichte beginnt von neuem...doch nun sind die Macht in einer ungewohnten Position...

 

Mehr möchte ich zu Handlung nicht sagen, denn jedes weitere Wort wäre eines zu viel. Wenn ich es umschreiben müsste, damit ihr eine Idee habt um was es thematisch geht, dann würde ich sagen der Rest des Buches ist eine Art kriegerische Odyssee. Aber lest selbst. Es lohnt sich!

Der Schluss wartet mit einigen ziemlich harten Wendungen auf...Kearney schreibt keine Happyends wie es scheint...zumindest keine vollumfänglichen.

 

 

Meinung:

Paul Kearney versteht es, den Leser in seine Welt einzuführen. Er schreibt in einer bildhaften Sprache, wird dabei aber nicht zu ausschweifend. Seine Charaktere sind genügend umschrieben, so dass man bald mit ihnen mitfiebert. Kampf und Schlachten scheinen dem Autor besonders zu liegen. Er hat ein Auge für Action und die Beschreibungen sind oft ziemlich brutal. Nicht im Masse eines G.R.R. Martins aber sicherlich genug, so dass man sein Werk getrost zum Subgenre des grim&gritty zählen darf.

Ich hätte mir gewünscht, dass er noch etwas mehr auf die nicht-menschlichen Rassen eingegangen wäre. Sie werden zwar kurz umschrieben, bleiben aber eher flach und leer. Ich habe kein gutes Bild vor meinem inneren Auge, insbesondere was die Kufr angeht.

Da es sich bei diesem Werk um einen Einzelroman handelt, kann man ihm das aber auch eher nachsehen, denn die Seitenzahl ist begrenzt. Die Tiefe der Details leidet aufgrund der Kürze natürlich (dafür hat man als Leser aber auch nicht die Befürchtung, dass man wieder Jahre auf Fortsetzungen warten muss). In diesem Lichte hätte der Autor vielleicht den Anfang und die einführende Szenerie etwas kürzer gestalten können, damit er etwas mehr Zeit auf die Rassen und den eigentlichen Hauptplot hätte verwenden können.

 

 

Fazit:

Meiner Meinung nach ist The Ten Thousand ein lesenswerter Roman. Ich würde das Buch insbesondere Leuten empfehlen, die auf militärisch angehauchte Fantasy stehen und/oder die actionreiche Erzählungen mögen. Es war ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Man kann froh sein, dass Solaris sich entschlossen hat, Kearney unter Vertrag zu nehmen. Paul war nach dem Frust mit seinem ersten Verleger nahe dran, die Schreiberei an den Nagel zu hängen und das wäre definitiv ein Verlust für die Fantasyszene gewesen!

 

Bewertung: 7.5 von 10 Speeren

von Anomandaris
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Dienstag, 23. september 2008
Bin Gestern mit dem neusten Werk von P. Kearney fertig geworden und werde in Kürze eine Rezension schreiben. Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Da es ein einbändiges Werk ist, erreicht es natürlich niemals die Tiefe und Dichte seiner grösseren Serien aber trotzdem versteht es der Autor den Leser in seine Welt zu entführen.
Kearney hat erst vor kurzem den Verlag gewechselt, nachdem ihm sein erster Verlag gekündigt hatte. Ich bin froh, dass Solaris sich entschlossen hat, ihn unter Vertrag zu nehmen. Es wäre wirklich schade gewesen, wenn eine so talentierte Stimme verstummt wäre. Danke, Solaris!

Ansonsten bin ich noch fleissig daran, dass neue Buch von Claudia Kern zu lesen. Bisher bin ich sehr positiv angetan davon. Die deutsche Fantasy bewegt sich, wie mir scheint. Jedenfalls versteht es Frau Kern sehr gut, die Protagonisten ihres Romanes so zu zeichnen, dass man mit ihnen mitfiebert. Sobald ich das Buch ausgelesen habe werde ich mich genauer dazu äussern.

Auch die Lektüre des neuesten Werkes von Steven Erikson beschäftigt mich weiter. Nach wie vor ist all das, was ich bisher dazu geschrieben habe gültig. Wie immer bei einem Erikson hat der Leser viel zu verdauen...und auch dieses mal verschont der Autor den Leser nicht...schmerzliche Verluste müssen hingenommen werden. Wie immer verlangt es mich nach mehr...

Zudem habe ich Gestern auch noch ein kleines Päckchen vom Crago-Verlag bekommen. Die Edition Heikamp verlegt Fantasy und Horrorgeschichten in Taschenheften von kleinem Umfang und Format. Die Eigenbetitelung lautet "Literarische Snacks"...bin gespannt wie sie mir schmecken werden.

Cheers
Anomandaris
von Anomandaris
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Montag, 15. september 2008

Anbei findet ihr mein Review von Scott R. Bakkers erstem Roman. Scott hat mit seinem Werk damals hohe Wellen in der englischen Fantasygemeinde geschlagen. Sein Werk wird heute noch kontrovers diskutiert.

Die Fachwelt ist sich einig, dass Scotts Erstlingswerk bald zu den grossen Klassikern des Fantasy-Genres gehören wird.

 

Rezension:


Scott R. Bakker, ein kanadischer Autor, betrat die Bühne der epischen Fantasy im Jahre 2003 mit seinem Erstlingswerk The Darkness that comes before, dem ersten Buch einer Trilogie namens The Prince of Nothing.

Klett Cotta hat dieses erste Buch im Jahre 2006 als deutsche Erstveröffentlichung herausgegeben. Der Titel lautet Schattenfall, der Serientitel wurde mit Der Krieg der Propheten übersetzt.


Das Äussere:

Wie schon einmal erwähnt, versteht es Klett Cotta Bücher zu produzieren. Das Äussere des ersten Bandes von Bakkers Trilogie lässt nichts zu wünschen übrig. Die gebunden Ausgabe glänzt mit einem stimmigen, durch die kanadische Ausgabe inspirierten Cover. Die Buchbindung macht einen sehr stabilen Eindruck und für die Bequemlichkeit des Lesers gibt es ein Lesebändchen, was meiner Meinung nach ein kleines, aber nettes Detail ist. Dass die Karteneinträge auch übersetzt wurden, hat mir ebenfalls sehr gefallen!

Eine Worterklärung und ein Anhang sind ebenfalls am Ende des Buches zu finden. Insofern steht die deutsche Ausgabe der englischen in nichts nach.


Die Vorgeschichte:

Die Geschichte spielt in einer Welt namens Eärwa, einer Welt, die dem Leser auf den ersten Blick durchaus vertraut erscheint. Die Region der drei Meere ist Hauptschauplatz der Handlung. Die Reiche, die sich um diese drei Meere gruppieren, erinnern stark an den Mittleren Osten. Es gibt eine nördlich anmutende Volksgruppe (eine Parallele zu uns Nordeuropäern), aber die Meisten sind von dunklem Hautton und Augenfarbe. Die Ersteren nennen sich in Eärwa Norsirai, die letzteren Ketyai. Es existieren zwei Glaubensrichtungen in der Region der drei Meere. Den Glauben der Inrithi (auch Religion des Stosszahns genannt, da eines ihrer heiligsten Artefakte ein Stosszahn ist), dem fast alle Nationen der drei Meere angehören und den relativ jungen Glauben des Fanimismus (bezogen auf den Propheten Fanim, dessen Offenbarungen die Grundlagen liefern). Diesem gehört als einzig grosse Nation Kian an, das sich im Westen der drei Meere befindet. Die beiden Religionen haben sich bereits einmal in einem heiligen Krieg gegenübergestanden. Die Fanim trugen den Sieg davon und eroberten unter anderem Shimeh, eine der heiligsten Stätten der Intrithi.

Das Verhältnis zwischen diesen Glaubensgruppen zu Beginn der Handlung, kann man sich ähnlich der Situation kurz vor den Kreuzzügen zwischen Christentum und dem Islam vorstellen.

Desweiteren existieren in dieser Welt mächtige Schulen von Hexenmeistern, die von den normalen Menschen gefürchtet und gehasst werden. Auch untereinander sind sich die Schulen spinnefeind. Eine Schule hebt sich von den anderen in ihrer Art der Zauberei ab, da ihre Hexer noch die alte, nordische Magie anwenden, die sie von einer nicht-menschlichen Rasse gelernt haben. Dieses Wissen kommt aber auch zu einem Preis, denn sie sind die letzten Wächter gegen etwas Fremdes, Böses, das vor langer Zeit einmal die Welt zu zerstören drohte...der Nicht-Gott und seine Handlanger, die Rathgeber. Niemand ausser den Mandati (so der Name der Schule) glaubt noch an die Existenz dieser Wesen und so werden sie in der Zeit, in der die Handlung beginnt, mit ihren Warnungen kaum ernst genommen, ja fast schon ausgelacht.


Die Handlung in Kürze:

Der rote Faden der Geschichte dreht sich um einen neu aufflackernden Krieg zwischen den Inrithi-Gläubigen und den Fanim-Anhängern. Ein heiliger Krieg steht kurz bevor. Die Inrithi wollen Shimeh zurückerobern, die ihnen die Fanim im ersten heiligen Krieg entrissen haben. In dieses Setting werden die Hauptpersonen geworfen, die da wären: Drusas Achamian, ein Hexenmeister der Schule der Mandati; Anasûrimbor Kellhus, ein Dûnyain-Mönch; Cnaiür, ein Häuptling der Scylvendi, ein barbarisches Nomadenvolk im Westen der drei Meere und Esmenet, eine Hure aus Sumna. Diese 4 Figuren bilden die Protagonisten, aus deren Augen man die Geschichte hauptsächlich erlebt.


Kellhus ist von seinem Kloster entsandt worden, seinen Vater zu suchen. Dieser erschien den abgeschieden lebenden Mönchen in ihren Träumen. Er verlangte nach seinem Sohn – Kellhus. Die Dûnyain sind kalte Logiker...Mönche des Intellekt. Ihr Wissen haben sie über Jahrhunderte perfektioniert und jetzt sind sie kalte, berechnende Menschen. Sie können die anderen Menschen lesen wie Bücher...nur anhand deren Gesichtsmimik...mit Hilfe dieser Information kann Kellhus die Handlungen und Gedanken seines Gegenüber im voraus erahnen bzw. berechnen. Somit ist er der geborene Meistermanipulator. Er begibt sich auf die lange Reise vom Norden von Eärwa zu den drei Meeren. Mitten in einen Glaubenskrieg. Was mag jemand wie er, ein Konditionierter der Dûnyain, ausrichten?


Achamian ist ein Hexenmeister und Spion. Er ist für die Mandati unterwegs und hält ein Auge auf die mächtigste Hexenmeisterschule, die Scharlachspitzen. Bald erfährt er über seine Brüder, dass die Scharlachspitzen in einen Krieg verwickelt sind...mit den berüchtigten Cishaurim, den Zauberern der Fanim. Als er zu seinen Brüdern zurückkehrt, erfährt er zudem, dass die Tausend Tempel, die grosse Kirche der Inrithi, ein neues Oberhaupt erwählt haben...und dieser wohl zu einem heiligen Krieg aufrufen wird. Die Schulen nehmen zu diesem Zeitpunkt noch an, dass dieser Krieg ihnen, den Ungläubigen, den Gotteslästerern, gelten wird. Die Mandati schicken Achamian als Spion in Richtung der Tausend Tempel, da Achamian dort jemanden kennt, einen ehemaligen Schüler.


Esmenet ist ein Hure in Sumna, einer Stadt im Imperium der Nansur (eine der Inrithi-Nationen). Sie kennt Achamian als Kunden und als er bei ihr auftaucht, entwickelt sich erneut eine geschäftliche Beziehung, die für Esmi aber eigentlich mehr ist... . Als Achamian nach einem desaströsen Ereignis aus Sumna verschwindet, bekommt Esmi Besuch, der sie bis ins Mark erschüttert. Denn sie kennt einige der Dinge die Achamian bewegen (man erzählt so einiges zwischen den Laken). Sie folgt Achamian Richtung Momemn, der Hauptsadt der Nansur.

 

Cnaiür ist der Häuptling der Utemot, ein Stamm der nomadischen Scylvendi. Sie leben in einer Steppe westlich der drei Meere und sind die erklärten Feinde der Nansur. Cnaiür ist eine geplagte Seele...er hat seinen Vater ermordet...für einen Sklaven. Doch werden die Scylvendi zur Zeit von einem anderen Problem bedroht. Der Neffe des Kaisers von Nansur, ein taktisches Genie, führt Krieg gegen sie. Und was noch niemandem gelang, gelingt ihm...er besiegt das Volk des Krieges.

Cnaiür überlebt das Massaker und ebenso sein Stamm, die Utemot, allerdings stark dezimiert. Dann wird ein Nordmann halb tot in der Nähe ihres Lagers gefunden...und Cnaiür weiss, dass es Schicksal sein muss, denn der Mann sieht aus wie der Sklave, der ihn verraten hat. Es ist kein anderer als Kellhus!


So beginnt die Geschichte, die sich über 640 Seiten erstreckt. Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen und eine detaillierte Zusammenfassung wäre nur mit vielen „Verderbern“ möglich.

Deshalb hier nur eine kurze Übersicht der gesamten Handlung:

 

Die oben erwähnten Stränge laufen in der Hauptstadt der Nansur zusammen - Momemn. Das Buch geht natürlich detailliert auf die Wege jedes Protagonisten ein und insbesondere Achamian und Esmi werden mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Bakker schaut gerne in die Köpfe seiner Protagonisten und leuchtet auch ihre dunklen Ecken aus. Auch der Scylvendi, der den Weg in die drei Meere Region in Begleitung des Mönchs beginnt, muss mit seinen inneren Dämonen kämpfen. Er sieht eine Chance, sich an Kellhus Vater zu rächen und gleichzeitig weiss er, dass Kellhus mit seinen Fähigkeiten ein sehr gefährlicher Mann ist, denn er selbst ist bereits einmal einem Dûnyain begegnet. Kellhus selbst ist nur daran interessiert seine Mission zu erfüllen – finde deinen Vater. Dazu ist ihm jedes Mittel recht und er benutzt alles und jeden. Doch auch für ihn gibt es noch Überraschungen, insbesondere gegen Ende des Buches. Das erste Buch zeigt die Organisation des heiligen Krieges auf, ein Krieg mit vielen Stolpersteinen (z.B. versucht der dekadente Nansur-Imperator das Ganze auszunutzen und für seine Zwecke zu missbrauchen) und Problemen. Hier führt uns Bakker auch noch an einige Nebencharaktere heran, die meist in Beziehung zu Achamian stehen und die zu den Grossen der Inrithi-Nationen gehören.

 

Am Ende des ersten Buches ist die Bühne gesetzt für den Folgeband, denn: 

  • der „Kreuz“-Zug ist bereit zu marschieren und den Fanim Tod und Verderben zu bringen
  • Achamian hat kurz vor Ende des Buches eine Entdeckung gemacht, die das Ganze in einen noch viel grösseren, weit schlimmeren Kontext stellt.

Für Vorfreude und Spannung ist also gesorgt. Aber mehr soll hier nicht verraten werden.


Meinung:


Wie schon erwähnt, ist es das erste Buch einer Trilogie, der Schluss des Buches ist also offen. Trotzdem hat der Autor es geschafft, das Buch an einem Punkt zum Schluss kommen zu lassen, der mir sinnvoll erscheint. Natürlich ist es als Leser durchaus frustrierend, da es in mehrfacher Hinsicht cliffhanger gibt. Aber das ist ja unterdessen kein allzu grosses Problem mehr, da die Trilogie bereits komplett bei Klett Cotta erschienen ist. Man kann sich den nächsten Band also gleich bestellen.


Die Geschichte wird spannend und mitreissend erzählt. Scott Bakker versteht sein Handwerk, den Leser in die Welt hinein zu ziehen. Eine wohl durchdachte Geschichte schimmert durch das Erzählte hindurch, was der Welt Atmosphäre und Tiefe verleiht. Eärwa erhält dadurch Kontur und bleibt nicht flach. Sie ist aber auch nicht zu fremd, denn der Leser kann durchaus Parallelen ziehen, was bei der Immersion weiter behilflich ist. Etwas weiteres sind die philosophischen Ausflüge, die der Autor macht und zwar durch die Augen von Inwelt-Figuren, meist als kleine Kapitel-Eröffner. Er hat ganze Philosophie-Gebäude erschaffen, was das Gesamtbild weiter abrundet.

Zudem beherrscht Bakker die Sprache - manchmal lyrisch, manchmal hart und brutal – der Mann kann mit den Worten umgehen und erfreulicherweise wurde dies meiner Meinung nach weitestgehend in das Deutsche herüber transferiert. Der Leser ist also durchaus auch beim Lesen gefordert, was mir persönlich sehr gefällt.

Mein einziger Kritikpunkt sind die Protagonisten. Manche davon sind seeehr ambivalent. Das kann man auch mögen, ich aber habe lieber Protagonisten, mit denen man mitleidet. Von den oben erwähnten Charakteren habe ich nur mit Achamian wirklich mitgelitten. Zudem erscheint mir Kellhus als etwas zu übermächtig.

Allgemein ist Scott Bakker aber wohl ein genauer Beobachter des menschlichen Charakters. Man kauft ihm die Personen als solche auf jeden Fall ab. Ich hätte nur die Wahl der dargestellten Personen gerne etwas weiter gefächert gehabt und insbesondere auch mal einen wirklich sympathischen Protagonisten aus seiner Feder gelesen. Das sind aber nur Randnotizen.

Zu erwähnen gilt es noch, dass die Geschichte, die uns Bakker hier erzählt, eher in die Kategorie Düster gehört. Es gibt nicht viele Lichtblicke in der Handlung und die Szenen sind teilweise was Gewalt angeht auch sehr explizit. Auch die intimen Seiten gewisser Charaktere bekommt man zu sehen. Wem solche Dinge nicht gefallen, sollte sich hiermit als „gewarnt“ betrachten.


Fazit:

Ich würde das Buch sofort jedem Fantasyfan empfehlen, der realistische, dunkle Fantasy mag. Das Buch gehört in die Kategorie des momentan sehr beliebten grim and gritty-Subgenres.

Ich persönlich habe mich aber vor allem an der Weltenschaffung und an der Sprache des Autors erfreut. Da ist Scott R. Bakker wirklich gut.

Wer mal etwas weitab von Tolkien und seinen Nachahmern sucht, ist hier goldrichtig.


Bewertung:      9 von 10 heiligen Kriegern

von Anomandaris
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Freitag, 5. september 2008
Heute habe ich das Buch von Claudia Kern, Sturm, erhalten. Das Cover weiss zu gefallen:



Was mich bei diesem Buch ja besonders reizt, ist, dass es von einer deutschen Autorin stammt...mit anderen Worten: endlich mal wieder ein Fantasy-Buch welches nicht übersetzt ist...ungefiltert Deutsch, sozusagen. Ich bin mehr als gespannt...

Leider hatte ich diese Woche keine Zeit für Lesestunden. Ich hoffe, dass sich die nächste Woche wieder etwas offener gestaltet und ich wieder Boden gut machen kann. Soviel gute Lektüre (Bakker, Kearney, Kern) auf dem Lesetisch und keine Zeit...das ist fast schon eine Sünde ;)

Schönes Wochenende
Anomandaris
von Anomandaris
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Samstag, 30. august 2008
Gestern habe ich ein Päckchen bekommen...enthalten war das erste Buch von Scott R. Bakker in seiner Serie "Krieg der Propheten". Eines mal vorneweg: Klett Cotta weiss, wie man schöne Bücher macht. Ich hab ja schon im vorigen Beitrag auf das wunderschöne Cover verwiesen (es sieht in Natura übrigens noch besser aus) aber auch das Gesamtpaket ist erste Klasse. Stabile Bindung, schönes Interieur inkl. Lesebändchen und auch die Karte wurde übersetzt...einfach toll. Das Buch hat sich auch sehr gut angelesen...die Sprache des Herrn Bakker ist erstklassig bzw der Übersetzer scheint das Flair gut transferieren zu können. Mal sehen wie es sich weiter liest.


Zudem bin ich ja auch immer noch dabei, dass neuste Werk von P. Kearney zu lesen. Ich bin nunmehr bei der Hälfte von The Ten Thousand angelangt. Das Setting hat sich nun weiter aufgetan, da die Macht (unsere "Griechen") im Feindesland angekommen sind...dieses ist sehr exotisch (zumindest für die Macht - der Staat ist in Kasten eingeteilt und es gibt sehr viel Protokoll), von Nichtmenschen bewohnt und beherrscht. Wie gesagt verwendet der Autor keine Rassen die man unterdessen mehr als auswendig kennt, sondern er hat einen ganz eigenen Wurf geschaffen. Bisher kann er allerdings ihre "Andersheit" noch nicht wirklich rüberbringen. Sie sind noch etwas blass geblieben. Mal sehen wie es weitergeht. Jedenfalls steht der grosse Krieg unmittelbar bevor...und der Mythos, dass die Macht unschlagbare Krieger sind, wird wohl bald auf die Probe gestellt. Erste Scharmützel haben sie mit Bravour bestanden aber was wohl keiner von ihnen bisher weiss...auch der Gegner verfügt über einen General der aus dem Macht-Reich stammt...und er kennt die Taktiken seiner Landsleute. Ich denke böse Überraschungen sind vorprogrammiert.

Cheers
Anomandaris
von Anomandaris
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Montag, 25. august 2008
Meine Wenigkeit war mal wieder unterwegs am Wochenende und darum hatte ich leider wenig Zeit für die Musse. Bin unterdessen aber um Seite 100 herum im neuen Kearney-Roman The Ten Thousand. Die Geschichte entwickelt sich langsam, aber Kearney füllt das gut mit Informationen zur Welt und indem er uns Einblick in die Kultur der Macht (das Volk der Protagonisten heisst so im Englischen, ich red hier also nicht von Star Wars oder so ;) ) gewährt. Das Setting behält einen eindeutig griechisch geprägten Charakter, allerdings erscheinen jetzt erstmals auch Nichtmenschen. Da versucht es der Autor mal mit neuen Dingen und er lässt keine Elfen, Zwerge oder so etwas auflaufen. Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickeln wird...

Desweiteren freut es mich, dass ich auch von Klett Cotta, einem weiteren, renomierten deutschen Verlag, ein Leseexemplar erhalten werde. Schattenfall von Scott R. Bakker. Einen herzlichen Dank an Klett Cotta und Frau Kramer.
Die Romanreihe von Bakker hat in den englischsprachigen Gefilden guten Anklang gefunden, insbesondere bei Lesern die es grim&gritty mögen. Ein weiteres Highlight sind die Covers, die von Klett Cotta sehr schön umgesetzt wurden. Links seht ihr die deutsche Variante, rechts die kanadische Ausgabe (dort erschien das Buch als erstes)



Diese Woche hoffe ich auch mal wieder in die Welt von Malazan zurückkehren zu können. Mal sehen ob ich es schaffe...beruflich kommt leider einiges auf mich zu für den Rest des Augusts und den Beginn des Septembers.

Einen guten Wochenstart an alle

Anomandaris
von Anomandaris
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