Sonntag, 5. april 2009
Und wieder beliefert uns Màirèad mit einer Rezension. Dieses mal eine deutsche Erstveröffentlichung des Autors Peadar O Guilin. Der Penhaligon Verlag legt einen "Sprint" an neuen interessanten Veröffentlichungen vor.
Genug der Vorworte

Anomandaris

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Peadar O Guilín hat sein ganzes leben lang fantastische Geschichten geschrieben. Davon sind einige in Zeitschriften, Online-Magazine und Anthologien erschienen. Sei erster Roman Die Kuppel (für einen Leseauszug folge man dem Link) hat in England und den USA für Aufregung gesorgt

 

Das Äussere:

Das Buch ist im Hardcover Format erschienen und das Cover zeigt eine steinerne Dämonenfratze auf rotem Grund und ist in formschöne Ornamente eingefasst. Der Umschlag ist in ein Relief gedruckt worden, was ich einen netten Zusatz finde. Das Buch hat 443 Seiten und ist beim Penhaligon Verlag erschienen.

 

Handlung in Kürze:

Es ist eine grausame Welt, in der der junge Stolperzunge heranwächst, und der mörderische, tägliche Überlebenskampf lässt sich auf eine schlichte Formel reduzieren: essen- oder gegessen werden.

Es ist eine Welt, in der sich alles um die Jagd auf andere vernunftbegabte Kreaturen oder den schrecklichen Fleischhandel dreht- ein Dasein in dem schon der geringste Fehler den sicheren Tod bedeutet. Und für Stolperzunge, der zu Unrecht als dumm und daher als Gefahr für seinen Stamm gilt, sieht die Zukunft besonders düster aus. Doch ausgerechnet an dem Tag, an dem der junge Jäger von seinem eigenen Bruder heimtückisch verraten wird, fällt eine seltsame und unerhört schöne Frau vom Himmel. Ein Ereignis, dass nicht nur Stolperzunges Schicksal für immer verändern wird, sondern auch das seines gesamten Stammes.

 

Meinung:

Die Idee hat mich überzeugt. Ein primitives Volk von Menschen das inmitten einer mörderischen Welt um seine Existenz kämpft. Das Volk erinnert irgendwie an die Steinzeit und die Kreaturen die die Existenz der Menschen bedrohen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Da gibt es Krallenleute, Panzerrücken, Zartlinge, Wühler, Langzungen, Hüpfer, Wassermonster und viele mehr. Jeder Feind hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Die Art wie die Menschen in dieser Welt ums überleben kämpfen ist schnell erklärt. Sie jagen die anderen Kreaturen und tauschen wenn es hart auf hart kommt Freiwillige aus. Die Freiwilligen bestehen meist aus alten und kranken, opfern sich aber nicht immer so freiwillig wie der Name vermuten lässt. Die Geschichte rund um Stolperzunge und seinen Bruder Wandbrecher wird spannend erzählt und man ist sich nie so ganz sicher wer überlebt und wer nicht. Auch die Wendung die die Welt durch das Auftauchen der schönen Fremden Indrani bekommt trägt viel zur Spannung bei. Fasziniert hat mich auch der sogenannte Sprecher. Eine Metallkugel die das gesprochene in die jeweilige Sprache des Zuhörers übersetzt. Und dies nicht nur wörtlich sondern auch inhaltlich. Beispiel: Da Stolperzunge mit dem Wort Fluss nichts anzufangen weiss, wird es für ihn automatisch als Feuchtpfad übersetzt. Der Sprecher macht so eine Kommunikation zwar möglich, lässt die kulturellen Unterschiede jedoch deutlich hervortreten und kann nicht die Gedanken oder tieferen Bedeutungen übersetzen.

Das Buch ist insgesamt sehr blutig und die Einstellung zu Leben und Tod ziemlich radikal. Mich hat das jedoch nicht gross gestört. Der Autor enträtselt die Welt Stück für Stück und am Ende werden einige Fragen geklärt. Doch es gibt noch viele Dinge die einer Antwort bedürfen.

Ich freue mich jetzt schon auf die beiden weiteren Bände der Trilogie. Das Schicksal der Überlebenden interessiert mich brennend.

 

Fazit:

Penhaligon nennt diese Art von Fantasy Abenteuer-Fantasy. Wer so etwas mag, ist hier sicher richtig. Man darf allerdings nicht zu weichherzig sein, denn wie schon erwähnt ist das Buch zum Teil sehr blutig.

Eine etwas andere Fantasy und bereits dadurch für Fantasyfans, die etwas neues suchen, lesenswert.

 

Bewertung: 8 von 10 Speeren


Màirèad
von Anomandaris
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Samstag, 14. märz 2009
Jetzt liegt die Rezension für den Abschluss der Trilogie um das magische Land vor. Màirèad liefert auch für den (vorläufig?) letzten Band von Kathleen Bryans Reihe ihr Review ab.

Anomandaris

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Die Autorin Kathleen Bryan hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Allerdings wählte sie für ihre Romane im Fantasy-Genre ein Pseudonym. Derzeit lebt sie in Arizona, USA, mit vielen Hunden, Katzen und Pferden.

 

Das Äussere:

Das Buch hat 254  Seiten und ist als Taschenbuch beim Goldmann Verlag erhältlich.

Das Cover ist für meinen Geschmack gut gewählt und schön illustriert.


Cover:



Eine Landkarte ist enthalten. Dieses Buch ist das Dritte aus der Serie Das magische Land. Es heisst Die Tochter des Lichts.

 

Vorgeschichte:

Vor tausend Jahren bedrohte die Grosse Schlange das Königreich von Lys und brachte Elend, Verderben und Tod über das Land. Doch der Junge Gott nahm sie gefangen und opferte dafür sein eigenes Leben. Seitdem sorgen die Ritter der Rose und die Frauen der Glasinsel mit ihren magischen Kräften dafür, dass die Schlange in einem Gefängnis aus Glas eingeschlossen bleibt. Ein Tropfen Blut besiegelte das Bündnis der guten Mächte. Doch seit geraumer Zeit sucht der Erzfeind des Königreichs Lys, König Clodovec, die Schlange zu befreien und ihre zerstörerischen Kräfte für sich zu nutzen.

Dies ist die Ausgangslage der Welt und für den Zyklus Das magische Land, der mit Band 1 Der Orden der Rose beginnt. Für eine Zusammenfassung der Handlung in Band 1 und 2 findet ihr die Rezensionen weiter unten auf diesem Blog.

 

Handlung in Kürze:

Das Böse scheint besiegt, König Clodovec ist tot, doch die Rückkehr in ihre Königreich von Lys verläuft für Averil nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatte. Statt jubelnd von ihren Untertanen empfangen zu werden, schlägt ihr nur Misstrauen und Argwohn entgegen. Entmutigt findet sie zusammen mit Gereint Unterschlupf bei dessen Mutter, die ihren Sohn seit seiner Flucht zu den Rittern der Rose nicht mehr gesehen hatte. Noch immer ist sie der Magie gegenüber skeptisch, denn es gibt ein Geheimnis, von dem sie Gereint nie erzählt hat.  Doch nun ist es an der Zeit. Denn die Verbündeten der Schlange sind immer noch überall, und das Böse noch längst nicht besiegt. Averil steht noch ein harter Kampf bevor, aber sie muss ihn nicht alleine kämpfen: Ihr zur Seite stehen Gereint und der Letzte derer, die einst dem jungen Gott im Kampf gegen die Schlange beistanden. Doch nicht einmal mit vereinten Kräften können sie den Bann der Schlange brechen. Wird diese ewig in ihrem gläsernen Gefängnis bleiben können und so weiteren Schaden anrichten? Muss sie befreit werden, um ihre Macht endgültig vernichten zu können? Averil steht vor einer schweren Entscheidung, und sie muss schnell handeln, denn das Böse droht ihnen nicht nur von aussen, es ist schon mitten unter ihnen…

 

Meinung:

Das doch sehr unerwartete Ende dieser Trilogie hat mich begeistert. Die Autorin ist den Charaktereigenschaften ihrer Hauptdarsteller treu geblieben und hat sie sehr gekonnt und nachvollziehbar weiterentwickelt. Besonders die Entwicklung von Gereint war sehr spannend und hat mir immer wieder ein schmunzeln entlockt. Wie bereits nach dem ersten Buch vermutet, ist die Welt im Kopf der Autorin wohl sehr ausgearbeitet und nach drei Büchern muss ich sagen, dass die Informationen immer dann kommen, wenn man sie wirklich braucht.  


Fazit: Auch der dritte Band hat mich in seinen Bann gezogen. Es fehlt an nichts, es ist eine konsequente Weiterführung der ersten beiden Bände, gefüllt mit Magie, Liebe, Krieg; alles was das Herz begehrt. Ich kann die ganze Trilogie nur jedem empfehlen. Das Ende lässt Spielraum für weiterführende Gedanken, die bei mir schon ein viertes Buch füllen könnten. All zu viel kann ich nicht schreiben, da damit zu viel verraten würde. Lest selbst.

 

Bewertung: 8 von 10 Rosen

 

Màirèad

von Anomandaris
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Montag, 16. februar 2009
Die nächste Rezension für die Reihe um das magische Land steht bereit. Meine Mitrezensentin liefert wie schon für Band 1 die Rezension. Vielen Dank, Màirèad 

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Die Autorin:

Kathleen Bryan hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Allerdings wählte sie für ihre  Romane im Fantasy-Genere ein Pseudonym. Derzeit lebt sie in Arizone, USA, mit vielen Hunden, Katzen und Pferden. Weitere Romane der Autorin sind bei Goldmann in Vorbereitung, als nächstes: Die Tochter des Lichts. Das magische Land III

 

Das Äussere:

Das Buch hat 285 Seiten und ist als Taschenbuch erhältlich. Das Cover zeigt mittig das Amulett der Schlange vor einem grossen Drachen. Im Hintergrund ist das Meer und ein einzelnes Schiff zusehen. Eine wie ich finde sehr ansprechende Illustration.

Eine Landkarte ist enthalten. Dieses Buch ist das Zweite aus der Triologie um das magische Land. Es heisst Das Amulett der Schlange.

 

Vorgeschichte:

Vor tausend Jahren bedrohte die Grosse Schlange das Königreich von Lys und brachte Elend, Verderben und Tod über das Land. Doch der Junge Gott nahm sie gefangen und opferte dafür sein eigenes Leben. Seitdem sorgen die Ritter der Rose und die Frauen der Glasinsel mit ihren magischen Kräften dafür, dass die Schlange in einem Gefängnis aus Glas eingeschlossen bleibt. Ein Tropfen Blut besiegelte das Bündis der guten Mächte. Doch seit geraumer Zeit sucht der Erzfeind des Königreichs Lys, König Clodovec, die Schlange zu bereifen und ihre zerstörerischen Kräfte für sich zu nutzen.

 

Handlung in Kürze:

Noch immer bedrohen die dunklen Kräfte der Grossen Schlange das Königreich Lys und mit ihr einer ihrer eifrigsten Verbündeten: König Clodovec. Nur durch einen Pakt kann Averil, die junge, mutige Herzogin, ihr Land vor den bösen Mächten schützen, wenn auch nicht für lange. Der ihr verhasste König wird ihr ein Jahr und einen Tag zeit lassen um ihren verstorbenen Vater zu betrauern, doch dann wird sie sich einen Ehemann suchen müssen. Dabei wird sich Clodovec keine Chance entgehen lassen, ihr einen seiner Verbündeten als Gemahl anzudienen. Als Averil an den Hof des Königs gerufen wird, weiss sie, dass sie vorsichtig sein muss, denn der Ort ist ein Treffpunkt ihrer Feinde und der Freunde der Schlange. Doch dann lernt sie den faszinierenden Prinzen von Moresca kennen, vergisst alle Warnungen und lässt sich von seinen Charme betören. Während dessen erfährt Gereint von dem geheimen Versteck der Schlange. Nun muss er alles daransetzten, Averil aus den Armen des Prinzen zu reissen, denn nur gemeinsam können sie die Mächte der Grossen Schlange besiegen.

 

 

Meinung:

Wieder fasziniert die Welt mit ihrer Aufteilung der Magie. Auch wenn einer der grössten Orden, der Rosenorden, praktisch zerstört wurde. Sehr schön dargestellt ist der Zwiespalt von Averil die sich damit abfinden muss, dass alles was sie bisher über die Welt und die Religion erfahren hat, nicht so ist wie es scheint. Der Lauf der Geschichte lässt ihr leider keine Zeit sich langsam an all die Lügen und neuen Gedanken zu gewöhnen. Schnell muss sie sich zwischen dem Glauben ihrer Kindheit und der “Wahrheit” entscheiden. Immer neue Dinge erfährt sie und muss sich entscheiden ob sie daran glaubt oder weiterhin an den Regeln ihrer Vorfahren festhält. Auch Gereint erfährt immer mehr über seine erstaunlichen Fähigkeiten, bis er am Schluss herausfindet, was er ist und was er sein könnte. Alle Hauptdarsteller sind sehr fein ausgearbeitet und man kann sich schnell mit den Figuren identifizieren.

 

In diesem zweiten Buch hat die Unkenntnis über gewisse Dinge, die im ersten Band noch gestört haben, keine grosse Rolle mehr gespielt. Trotzdem hätte ich auch hier ein Glossar hilfreich gefunden. Meine Hoffnungen nach dem ersten Band haben sich jedoch teilweise erfüllt. Man erfährt mehr über die Entstehungsgeschichte der Welt und der Religion. Auch über die Grosse Schlange erfährt man nun erheblich mehr.

 

Fazit:

Auch der zweite Band hat mich gefesselt. Er erfüllt alle klassischen Anforderungen an einen Fantasy-Roman. Von Magie über Liebe bis hin zu gewaltigen Schlachten ist auch dieses Mal alles vorhanden.

 

Bewertung: 8 von 10 Rosen

 

Màirèad
von Anomandaris
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Dienstag, 10. februar 2009
Es ist wieder mal Zeit für ein bisschen Geplänkel

Meine Mitrezensentin war sehr fleissig und in den nächsten Tagen wird die Rezension für den zweiten Band der Reihe Das magische Land live gehen. Der dritte Band ist auch schon gelesen und ich werde die Rezension bald folgen lassen. Noch einmal meinen Dank an den Goldmann Verlag.

Desweiteren hat mir der Blanvalet Verlag freundlicherweise den ersten Band von Raymond Feists Die Erben von Midkemia zukommen lassen.
Ich bin schon sehr gespannt darauf. Ich war früher ein begeisterter Leser der Saga um Midkemia, hatte aber die Romane seit Jahren nicht mehr weiter verfolgt. Nun wird es Zeit dies nach zu holen. Band 1 trägt den Titel Der Silberfalke.

Aus dem englischen Bereich habe ich eine für mich sehr erfreuliche Nachricht. Ich konnte einen zweiten Verlag aus dem englischsprachigen Raum überzeugen, mir ein Rezensionsexemplar zu senden. Es handelt sich um den amerikanischen Verlag Overlook Press. Der Verlag ist bekannt für sehr schön aufgemachte Bücher. Unter anderem hat er einen fabelhaften Job bei R. Scott Bakkers erster Trilogie The Prince of Nothing gemacht.
Ich freue mich bereits darauf, den nächsten von Scotts Romanen zu lesen, den mir der Verlag freundlicherweise zukommen lässt. Es ist der Auftakt der Aspect Emperor Trilogie und der Titel lautet The judging Eye.

Soweit einmal von meiner Seite.

Cheers
Anomandaris
von Anomandaris
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Dienstag, 27. januar 2009
Ruth Nestvold wurde 1958  in Colville, Washington, USA geboren, lebt aber seit dreissig Jahren in Deutschland. Nach ihrer Promotion in Anglistik an der Universität Stuttgart war sie einige Jahre an verschiedenen deutschen Universitäten tätig. Seit sie 1998 am Clarion West Writers Workshop in Seattle teilgenommen hat, der von dem Bestseller Autor George R.R. Martin geleitet wurde, sind ihre Kurzgeschichten und Novellen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien erschienen. Ihr Debütroman Flamme und Harfe wurde, obwohl unverlangt eingesendet, sofort veröffentlicht. Er erscheint nun in deutscher Erstauflage beim Penhaligon Verlag.

Das Äussere:
Das Buch hat 697 Seiten und das Leseexemplar wurde im grossen Taschenbuchformat zugeschickt. Ein Glossar und eine Landkarte waren im Leseexemplar nicht enthalten, werden aber im offiziellen Buch enthalten sein. Das Cover ist im klassischen Fantasy-Stil gehalten und sehr ansprechend. Es zeigt eine Frau in einer Barke, welche mit Fackeln erhellt ist. Der Hintergrund ist in mystisch, nebligen blau-grau gehalten. Die Frau soll wahrscheinlich die weibliche Hauptfigur im Buch darstellen. Obwohl mir die Illustration als Bild gefällt, hat es für mich keinen direkten Bezug zum Buch.

Vorgeschichte:
Das Buch spielt in Irland und Britannien. Die Römer haben Britannien verlassen und ihre imposanten Bauwerke und Kultur, obwohl  noch überall gegenwärtig,  verblassen langsam. Es ist die Zeit in der, der alte Glaube langsam bröckelt. Das noch junge Christentum verbreitet sich langsam aber unaufhaltsam. Dieser Ablösungsprozess wird im Buch ebenfalls thematisiert. Anschaulich wird dargestellt wie sich dieser Prozess gestaltet haben könnte. Dies in dem die “ersten” Christen geschickt die alten Bräuche in die neue Religion adaptieren, und so Herrscher und Volk langsam für sich gewinnen konnten.

Handlung in Kürze:
Die Legende von Tristan und Isolde ist bekannt. Die meisten Erzählungen über sie beginnen mit dem Mann - doch diese hier beginnt mit der Geschichte der Frau. Die vierzehnjährige Yseult, genannt die Schöne, soll auf Wunsch des neuen Hochkönigs von Eriu mit Marcus Cunomorus, dem König von Dumnonia (Cornwall) verheiratet werden. Er erhofft sich, dadurch Frieden mit den Briten zu schliessen. Doch sein Vorgehen löst einen erbitterten Krieg zwischen den Clans von Eriu aus. Yseult kann fliehen und sich bei ihrem Onkel Murchard verstecken, bis Murchard im Kampf stirbt- erschlagen von Marcus’ Sohn Drystan.
Drystan selbst wird in diesem Kampf ebenfalls verwundet. Nur Yseults Mutter, die berühmteste Heilkundige ihrer Zeit, kann sein Leben noch retten. Uns so reist Drystan inkognito nach Eriu - obwohl die Aufdeckung seiner wahren Identität und damit sein “ Mord” an Murchard seinen sicheren Tod bedeuten würde. Während Yseult und ihre Mutter den Unbekannten gesund pflegen, verliebt dieser sich in Yseult die Schöne. Yseult erwidert Drystans Gefühle und die beiden beginnen eine heimliche leidenschaftliche Affäre. Doch als Yseult eines Tages Drystans wahre Identität herausfindet und ihr klar wird, dass er Schuld trägt am Tod ihre geliebten Onkels, ist ihr Vertrauen zerstört. Sie will Drystan nie wieder sehen. Und so bleibt diesem nichts anderes übrig, als Eriu zu verlassen.
Yseults Herz ist gebrochen, doch ihr bleibt kaum Zeit, die verlorene Liebe zu beweinen. Denn im Verlauf der immer erbittert werdenden Kämpfe zwischen den Clans Von Eiru ist es dem Hochkönig gelungen, Yseults Mutter und ihre Cousine gefangen zu nehmen und so Yseult zur Ehe mit Marcus Conumorus zu zwingen. Nur durch ihre Einwilligung kann Yseult die beiden retten. Ausgerechnet Drystan bekommt den Auftrag, Yseult sicher nach Dumnonia zu seinem Vater zu geleiten. Auf der Überfahrt entflammt die Liebe zwischen den beiden erneut, und Drystan fleht Yseult an, nicht in die Ehe einzuwilligen. Doch Yseult will das Leben ihrer Mutter nicht gefährden, kann aber auch nicht mehr ohne Drystan leben. Und so nehmen die beiden ihre heimliche Liebschaft wieder auf. Ein gefährliches Spiel, denn wen sie ertappt werden, droht ihnen der Tod auf dem Scheiterhaufen…
Mehr möchte ich zum Inhalt denn auch nicht verraten.

Meinung:
Ruth Nestvold versteht es den Leser ganz gefangen zu nehmen. Das Buch bleibt, auch wenn man die Geschichte von Tristan und Isolde kennt, bis zum Schluss spannend. Die Autorin schafft es mit ihrer Interpretation der Geschichte auf ein Happy End hoffen zu lassen. Ob die Hoffnung erfüllt wird oder nicht; lest selbst. Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet und man leidet, hofft, bangt und freut sich schon nach wenigen Seiten mit ihnen. Es gelingt der Autorin “Freund und  Feind” so darzustellen dass man mit beiden Seiten mitfiebern kann und ihnen ab und an zu schreien möchte, welchen Weg sie Einschlagen sollen. Die Zeit in der der Roman spielt wird so weit ich das beurteilen kann korrekt wiedergeben und auch die Schlachten könnten sich tatsächlich so abgespielt haben. Es ist für jeden etwas dabei Liebe, Leidenschaft und Kampf und ein bisschen Magie. Das Yseult öfter selber zum Schwert greift, was für diese Zeit auch in Irland nicht üblich sein dürfte, mag einige Leser stören doch für mich hat das durchaus zum Charakter von Yseult gepasst. Auch die Magie wird so sanft dargestellt, dass sie der Geschichte die richtige Würze gibt, jedoch nicht im Vordergrund steht.

Fazit:
Wen “die Nebel von Avalon” begeistern konnten, der wird dieses Buch in einem Zug verschlingen.  Ich würde das Buch Lesern empfehlen denen starke weibliche Protagonisten gefallen und die sich von der Mystik des alten Glaubens verzaubern lassen.

Bewertung: 8 von 10 Flammen

Màirèad
von Anomandaris
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Dienstag, 27. januar 2009

Die Autorin Kathleen Bryan hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Allerdings wählte sie für ihre Romane im Fantasy-Genre ein Pseudonym. Derzeit lebt sie in Arizona, USA, mit vielen Hunden, Katzen und Pferden. Weitere Romane der Autorin sind bei Goldmann in Vorbereitung. Als Nächster folgt: Das Amulett der Schlange. Das magische Land II

 

Das Äussere:

Das Buch hat 350 Seiten und ist nur als Taschenbuch erhältlich.

Hier noch das Cover:



Eine wie ich finde sehr ansprechende Illustration, die jedoch nichts über den Inhalt des Buches verrät. Eine Landkarte ist enthalten. Dieses Buch ist das Erste aus der Serie das magische Land. Es heisst der Orden der Rose.

 

Vorgeschichte:

Vor tausend Jahren bedrohte die Grosse Schlange das Königreich von Lys und brachte Elend, Verderben und Tod über das Land. Doch der Junge Gott nahm sie gefangen und opferte dafür sein eigenes Leben. Seitdem sorgen die Ritter der Rose und die Frauen der Glasinsel mit ihren magischen Kräften dafür, dass die Schlange in einem Gefängnis aus Glas eingeschlossen bleibt. Ein Tropfen Blut besiegelte das Bündnis der guten Mächte. Doch seit geraumer Zeit sucht der Erzfeind des Königreichs Lys, König Clodovec, die Schlange zu befreien und ihre zerstörerischen Kräfte für sich zu nutzen.

 

Handlung in Kürze:

Allein Averil, die Nichte des Königs und Novizin der geheimnisvollen Glasinsel, scheint die Mächte von König Clodovec bezwingen zu können. Als jedoch die Truppen des Clodovec einfallen, bleibt Averil nichts anderes übrig, als zu fliehen. Zusammen mit einigen Rittern der Rose flüchtet sie in das Land der wilden Magie. Unter ihnen ist auch der Bauernjunge Gereint. Er muss erst noch die harten Prüfungen des Rosenordens bestehen, denn seine magischen Kräfte sind so gefährlich, dass er an ihnen zugrunde gehen könne. Schon bei ihrer ersten Begegnung fühlen sich Averil und Gereint seltsam miteinander verbunden. Diese Verbindung wird für das Weiterbestehen des Rosenordens und für den Verlauf der weiteren Geschichte eine Grosse Bedeutung bekommen.

 

Ich möchte noch ein paar Worte zur Welt und ihren Inhalten verlieren:

Fasziniert hat mich die Magie in dieser Welt und Ihre Aufteilung. Die Magie scheint in diverse Orden aufgeteilt zu sein. Wobei die Ritter des Rosenordens und die Priesterinnen der Glasinsel die mächtigste Form der bekannten Magie besitzen. Weitere Orden sind der Orden der Magier der fünf Elemente und auch der Orden von Sankt Cécile wird genannt. Diese Orden tauchen aber im selben Satz auf und werden auch nicht weiter erklärt (Hier hätte ich gerne ein Glossar gehabt, das etwas näher darauf eingegangen wäre). Dann gibt es natürlich noch die Wilde Magie. Sie gilt jedoch als etwas Unreines, Abstossendes und muss ausgemerzt oder kontrolliert werden. Glücklicherweise werden nur sehr wenige gefunden, die diese Form der Magie in sich tragen. Die Meisten werden früh genug entdeckt oder töten sich bei der unkontrollierten Anwendung von Magie. Es gibt sogenannte Magiersucher die durch das Land reisen und magiebegabte Kinder aufnehmen. Was danach mit diesen Kindern geschieht und wie sie den einzelnen Orden zugeteilt werden wird nicht erläutert. Dies hätte mich persönlich jedoch sehr interessiert.

 

Ein weiterer, wichtiger Bestandteil der Geschichte ist der Rosenorden. Die Ritter des Rosenordens sind allesamt von hoher Geburt. Als erstes muss man dem Rosenorden als Postulant dienen, danach wird man Novize und dann Ritter. Jeder Aufstieg und selbstverständlich auch der Einstieg als Postulant ist mit schwierigen Prüfungen verbunden. Auf dem Weg zum Ritter ist man irgendwann auch einmal Knappe. Wo sie in der Hierarchie des Rosenordens stehen, ist mir bis zum Schluss jedoch nicht ganz klar geworden. Wohl irgendwo zwischen Novize und Ritter. Die Ritter werden in Kampfkünsten, Magie und Wissen (Sprachen, Geschichte, Religion) geschult.

 

Meinung:

Über weitere Unterteilungen und Aufteilungen in der Welt wird nicht näher eingegangen. Insgesamt hat es für mich etwas wenig Hintergrund zur eigentlichen Welt. Was dem Leser mitgeteilt wird, reicht jedoch völlig um der Handlung zu folgen und auch um zu verstehen, welches Gewicht auf Averil (und den Rosenrittern) bei ihren Entscheidungen lastet. Ich hoffe dass in Band zwei mehr auf die Welt ringsum und die Entstehungsgeschichte sowie die Religion eingegangen wird.

 

Fazit: Das Buch hat mich gefesselt. Ich hatte es tatsächlich in drei Tagen gelesen. Schon nach wenigen Seiten konnte ich mit den Hauptcharakteren mitfühlen. Das Buch erfüllt alle klassischen Anforderungen an einen Fantasy-Roman, bringt aber auch keine Neuheiten hervor. Insgesamt hatte ich oft das Gefühl, dies oder jenes schon mal ähnlich in anderen Büchern gelesen zu haben. Kathleen Bryan erfindet mit ihrem Buch die Fantasy zwar nicht neu, schreibt aber die Geschichte so spannend, dass ich sofort auf die Suche nach Band zwei gehen werde.

 

Bewertung: 7 von 10 Rosen

 

 

Màirèad

von Anomandaris
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Montag, 12. januar 2009
In Kürze werden einige Rezensionen online gehen (unter anderem über den erste Band der Reihe Das magische Land aus dem Goldmann Verlag). "Wie denn das?", mögt ihr euch fragen..."der gute Anomandaris ist doch immer so beschäftigt gewesen?!" Und das stimmt auch...aaaber, ich habe eine Mitarbeiterin. Jawohl, ihr lest richtig! Ich habe eine ähnlich angefressene Leserin gefunden, die mir hilft hier für euch Qualitätsrezensionen (ok ok, so hoffe ich zumindest...ihr dürft gerne die Kommentarfunktion bemühen, wenn euch was nicht gefällt  ) verfügbar zu machen.

Wenn ihr also ab Heute Rezensionen unter dem ALIAS Màirèad lest, dann sind die von ihr (und schon nur alleine die vielen Strich-chen auf dem Namen zeigen doch, dass sie ne angefressene Fantasyleserin ist  )

Desweiteren gibts einen neuen Link im Link-Modul rechts...der Heredium RPG Link. Ein neues Rollenspiel aus deutscher Feder, dass frisch zur Spiel 08 auf den Markt kam. Bisher hört man nur gutes darüber und ich kann euch nur empfehlen, den Link mal anzuklicken und auf der Seite etwas stöbern zu gehen. Es gibt dort auch ein Preview Regelwerk, welches einen ziemlich grossen Einblick in das Werk gewährt. Also, schaut doch auf Heredium RPG mal vorbei.

Cheers
Anomandaris
von Anomandaris
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Samstag, 3. januar 2009
Mit diesem Artikel möchte ich auf zwei Dinge aufmerksam machen, die den geneigten Leser interessieren könnten.

  • Zum einen ist da das 40 jährige Bestehen der Hobbit-Presse. Klett-Cotta feiert dies angemessen und verlost viele schöne Preise. Hier ein Auszug aus ihrer Pressemitteilung:

    Der schönste Hobbit, den es je gab!

     

    40 Jahre Hobbit Presse beschert den Fans eine ganz besondere Prachtausgabe und ein Jahr voller phantastischer Gewinne


    [...]


    Zum ersten Mal erscheint »Der Hobbit« auf Deutsch mit den legendären Illustrationen von Alan Lee, nach dessen Entwürfen auch die Filmästhetik der »Herr der Ringe«-Trilogie von Peter Jackson geschaffen wurde. Denn die deutsche Erstausgabe vom »Herrn der Ringe« und die Gründung der »Hobbit Presse« jähren zum 40. Mal.

     

    Um dieses Jubiläum gebührend mit den Lesern zu feiern wird www.hobbitpresse.de bzw. http://www.hobbitpresse.de/40jahrehobbitpresse.php ab dem 01. Januar 2009 über ein ganzes Jahr zum Hort für auserwählte Schätze (Spiele, Buchpakete, Hörbücher, Comics, T-Shirts u.v.m.). Ein besonderes Highlight ist die Aktion »Briefe an Tolkien«.  Die Idee dazu lieferte der Brief eines jungen Fans aus Amerika, der sich noch vor kurzem nach dem werten Befinden von Mr. Tolkien erkundigte, um dann zur entscheidenden Frage vorzustoßen: »Wie kommt man in den Besitz eines Zauberrings?« Nun sind alle Leser aufgerufen, Ihre persönliche Post an Mr. Tolkien zu verfassen. Und am Ende des Jahres wartet auf den besten Autor ein toller Gewinn: die weiße Leder-Prachtausgabe des »Herrn der Ringe«.

     


  • Zum anderen ist da ein Projekt auf dem Internet mitzuverfolgen, das den einen oder anderne Fantasyleser interessieren dürfte. Brandon Sanderson, der Autor von Elantris und der Mistborn-Trilogie (die dieses Jahr auch auf Deutsch erscheinen wird), veröffentlicht sein neustes Buch Warbreaker direkt im Internet. Er lässt den Leser die Entstehung eines Romans von Anfang bis Ende mitverfolgen und man kann erst noch sein Feedback und konstruktive Anregungen einbringen. Hierfür ist allerdings das Lesen in Englisch erforderlich. Wer mehr dazu (insbesondere die neuesten Drafts des Romans) wissen will, sollte auf Brandons Blog/Homepage vorbeischauen, welcher hier zu finden ist. Viel Spass damit.

Ich wünsche euch gute Unterhaltung beim verfolgen obiger Links und ansonsten ein schönes Wochenende.

Cheers
Anomandaris


von Anomandaris
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Mittwoch, 31. dezember 2008
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009. Möget ihr viele Stunden spannender Fantasy-Lektüre erleben. Dasselbe erhoffe ich natürlich auch für meinen Blog und mich ;) Der Start hier ist besser gelungen als erwartet, die deutschen Verlage haben sich bisher meist als sehr grosszügig erwiesen, nocheinmal meinen Dank an alle. An der englischen Front konnte ich bisher leider nur Solaris Books davon überzeugen, dass sich auch eine Investition in die deutsche Blog-Szene lohnt...na ja, was nicht ist kann ja noch werden.

Als nächstes werde ich hier in Kürze einige Worte zu den Literatur-Snacks von Heikamp verlieren.
Zeitgleich lese ich den ersten Band der magischen Lande Reihe von Kathleen Bryan (Titel: Der Orden der Rose) vom Goldmann Verlag. Beginnt bisher sehr klassisch...mal sehen wie es sich weiterliest. Die Autorin scheint was für Licht übrig zu haben ;)
Ich hoffe das ich im neuen Jahr wieder etwas mehr Musse finde zu lesen.

Also, ich hoffe ihr bleibt uns gewogen.

Feiert noch schön...

Cheers
Anomandaris
von Anomandaris
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Donnerstag, 25. dezember 2008
An dieser Stelle möchte ich allen Leserinnen und Lesern ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Mein Dank geht auch an alle Verlage, die mich freundlicherweise mit Leseexemplaren unterstützt haben.

Geniesst eure freien Tage und ich hoffe ihr kehrt oft hierher zurück.

Anomandaris

P.S.: Es gibt immer die Möglichkeit zu den einzelnen Beiträgen Kommentare zu hinterlassen. Würde mich auf mehr Interaktion freuen :-)
von Anomandaris
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